Ahaus gibt 3:1-Führung noch aus den Händen

mlzFußball-Landesliga

Als Hendrik Vennemann nach einer Stunde zum 3:1 traf, wähnte sich die Ahauser Eintracht auf der Siegerstraße. Doch Gemen hatte noch zwei Antworten.

Ahaus

, 10.11.2019, 19:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Hendrik Vennemann einen Rückpass an die Strafraumgrenze von Maximilian Hinkelmann zum 3:1 trocken und flach ins Netz drosch, da schien die Landesligapartie zwischen der Ahauser Eintracht und Westfalia Gemen entschieden (58.). Doch was sich nach der Pause vor dem dritten Treffer schon angedeutet hatte, setzte sich weiter fort: Ahaus blieb zu passiv und hielt Gemen im Spiel. Und diese schludrige Spielauffassung wurde prompt bestraft: Zunächst sorgte Matthias Müller für den Anschluss (67.), dann glich Tim Bröcking sogar noch zum 3:3-Endstand aus (70.). „Total ärgerlich. Beim zweiten Gegentor verteidigen wir schlecht, das dritte war Slapstick. So hat sich die Mannschaft um den verdienten Lohn gebracht“, ärgerte sich Trainer Frank Wegener.

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Der oft bemühte Schlendrian hatte sich aber auch schon vor der Pause angedeutet. Nach perfektem Auftakt – Christopher Ransmann traf früh per Strafstoß (7.), dann köpfte Hinkelmann zum 2:0 ein (16.) – kam Gemen durch Patrick Janert noch in den zweiten Torjubel hinein zum Anschlusstreffer (17.). Und bald darauf stand den Gastgebern bei zwei Lattentreffern das Glück zur Seite. Die Hausherren merkten, dass sie die Zügel wieder anziehen mussten: Lennart Varwicks Abnahme wurde von Torhüter Sven Schneider an die Unterkante der Latte gelenkt (41.), dann prüfte Vennemann ein erstes Mal den gegnerischen Torhüter (43.). Die Führung zur Pause war verdient.

Eintracht zu passiv

Mit Anpfiff zur zweiten Hälfte spürte auch Frank Wegener, dass seiner Mannschaft ein wenig die Aktivität verloren zu gehen schien. „Spielt wieder mehr Fußball“, mahnte er an – und dies auch nach dem dritten Treffer. Sein Gespür sollte ihn nicht täuschen.

In den Schlussminuten entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Chancen zum Sieg für beide Teams. Die größte Gelegenheit für die Eintracht hatte Hinkelmann, dessen Kopfball nach Flanke und Energieleistung von Rene Böing knapp über die Latte strich (80.). Frank Wegener: „Trotz allem bin ich nicht unzufrieden. Wir haben nicht verloren und fahren mit breiter Brust nach Kinderhaus.“

Eintracht Ahaus - Westfalia Gemen 3:3
Eintracht:
Teriet - Almering (85. van den Berg), Brillert, Vennemann (63. Hemling), Böing, Erning, Reinfeld, Ransmann, Dayan (71. Sicking), Varwick, Hinkelmann.
Tore: 1:0 Ransmann (7., Foulelfmeter); 2:0 Hinkelmann (16.); 2:1 Janert (17.); 3:1 Vennemann (58.); 3:2 Müller (67.); 3:3 Bröcking (70.)

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