Alan Kelly ist "angekommen"

Reitsport in Vreden

"Er gehört so gut wie zur Familie" - wenn Ewald Terhörst über seinen neuen Bereiter spricht, könnte man meinen, dass Alan Kelly tatsächlich schon seit Jahr und Tag die Vierbeiner aus dem Stall des Ahauser Züchters unter dem Sattel hat.

VREDEN

, 05.01.2014, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dabei heuerte der 30jährige Ire erst im April vergangenen Jahres bei Terhörst an. "Und ich fühle mich in Ahaus, bei Familie Terhörst und auch beim RV Legden schon fast wie zu Hause", betont Kelly.

Es sei eher ein Zufall gewesen, dass er in Ahaus ein neues Betätigungsfeld gefunden hätte, meinte Alan Kelly. "Ich war in Luxemburg beschäftigt und wollte wieder in Deutschland arbeiten. Da brachte mich mein Kumpel Elmar Vinkelau mit Ewald Terhörst zusammen", erzählt der Reitsportler. Nach nur ein paar Probestunden im Reitsattel und beim Training seien beiden Parteien über eine Zusammenarbeit einig geworden. Zehn Vierbeiner nimmt Alan Kelly seitdem täglich unter den Sattel - zwei weitere sollen folgen. "Damit hat er den ganzen Tag genügend zu tun", schmunzelt Terhörst.

Das "beste Pferd im Stall" des Ahausers, die 14jährige Stute von Lupicor, geht seitdem unter dem Iren, mit Erfolg: Beim Turnier in Stadtlohn trug das Paar die Goldene Schleife im S-Springen davon.

Zuvor hatten Sebastian Karshüning, Sieger des "Großen Preises von Vreden" 2011, und Uwe Volmer (RV Legden) den schnellen, sprunggewaltigen Vierbeiner gesattelt.

"Uwe Volmer hat regelrecht von Lucy geschwärmt", meinte Kelly im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Und Volmer behält weiterhin Kontakt zu der Stute; der 46-jährige Legdener ist als Trainer des irischen Springreiters Kelly tätig.

Vor zwölf Jahren hatte es Kelly von der Insel auf das europäische Festland und in den Stall von Paul Schockemöhle gezogen: Dort absolvierte er seine Ausbildung und war danach als Bereiter tätig. Es folgte ein erster Wechsel nach Luxemburg, wo er sich verselbstständigte.  

 

Unter Stefan Abt als zweiter Bereiter in Bitburg und nach einem zweiten Abstecher nach Luxemburg fand er im vergangenen April schließlich den Weg in den Terhörst-Stall und zum RV Legden, für den Alan Kelly seitdem an den Start geht. Beim 22. Vredener Hallenturnier sicherte er sich auf Nilo de Olid, einem achtjährigen Centauer-Sohn, die Siegerschleife im M*-Springen am Freitag.

 

"Junge Pferde nach vorne bringen und mit den ,fertigen' Pferden sportlich weiter kommen", so umreißt Kelly seine Aufgaben: Verdy, einem neunjährigen Voltaire-Nachkommen, räumt er dabei beste Chancen ein. Und dabei hat er seine nächsten (sportlichen) Ziele fest im Visier: Beim großen Hallenturnier in Münster wird er sich mit der nationalen und internationalen Elite messen. Und mit Lucy möchte er in Luxemburg bei einem anspruchsvollen Springen nach der 50000 Euro-Siegprämie greifen.

 

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