Alstätte-Trainer Krüchting: „Aktuell sind wir nicht Bezirksliga-tauglich“

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Grundsätzlich freut sich Markus Krüchting nach dem Aufstieg auf das Abenteuer Bezirksliga mit den Alstättern. Was bei ihm derzeit aber die Stimmung drückt, verrät er im Interview.

Alstätte

, 31.07.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der überraschenden, souveränen Meisterschaft in der Kreisliga A beginnt für den VfB Alstätte am 11. August mit dem Heimspiel gegen den VfL Billerbeck das Abenteuer Bezirksliga. Wir haben mit dem Alstätter Spielertrainer Markus Krüchting über die Vorbereitung und seine Erwartungen für die Saison gesprochen.

Noch elf Tage bis zum Saisonstart in der Bezirksliga. Wie sieht es bei Ihnen und der Mannschaft mit der Vorfreude aus?
Eigentlich ist die Vorfreude da, weil wir uns die Chance erarbeitet haben, in der Bezirksliga spielen zu dürfen. Getrübt wird sie aber dadurch, dass wir durch viele Verletzte und Urlauber wie Oliver und Tobias Tenhagen, Johannes Feldhaus, Marvin Vortkamp, Stef Aagten, David Große Hündfeld, Henning Leeners und auch mich selbst derzeit noch nicht die nötige Breite haben, um Bezirksliga-tauglich zu sein. Das muss man leider klar so sagen.

Und bis zum Ligastart steht noch ein straffes Programm an. Zunächst Donnerstag und Freitag bei der Ahauser Stadtmeisterschaft. Welchen Stellenwert hat das Turnier für Sie?
Gar keinen, da bin ich ganz ehrlich, auch wenn ich dafür vielleicht Gegenwind bekomme. Für mich ist das in dem Modus und zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung, in der Woche zwischen zwei Pokalspielen, einfach eine Überbelastung für die Spieler. Wir werden am Donnerstag im Spiel gegen Eintracht Ahaus auch mit unserer zweiten Mannschaft antreten, weil ich aus meinem Kader nur drei Mann einsetzen könnte.

Am Sonntag geht es dann direkt im Kreispokal gegen den künftigen Ligakonkurrenten TSG Dülmen weiter…
Ja, und das Spiel ist für uns natürlich deutlich wichtiger. Natürlich müssen wir uns in der derzeitigen Lage nicht an einem Gegner wie Dülmen messen lassen, der zu den Topteams der Liga zählt. Aber in diesem Spiel können wir schon mal sehen, wie es gegen gute Gegner in der Bezirksliga abgehen wird.

Fühlen Sie sich gut vorbereitet auf die lange Saison mit 34 Ligaspielen?
Nicht wirklich. Das hängt mit der Personalsituation zusammen, die ich schon erwähnt habe. Wir waren zu keinem Zeitpunkt der Vorbereitung mit unserem kompletten Kader - oder zumindest den nominell besten Spielern - zusammen. Immer mussten Spieler aus der Zweiten oder der A-Jugend aushelfen. Die Vorbereitung lief einfach nicht optimal für uns.

Warum hat der VfB eigentlich auf externe Neuzugänge verzichtet?
Weil wir ein Dorfverein sind und ich denke, dass es bei anderen vergleichbaren Vereinen genauso laufen würde. Wir geben kein Geld für Spieler aus – und das wäre nötig, um Leute zu holen, die uns ganz sicher zum Klassenhalt verhelfen würden. Und das würde auch keinen Sinn machen, denn es würde auf die Stimmung in der Mannschaft und im Gesamtverein drücken, der eine super Jugendarbeit macht.

Sie haben bereits gesagt, dass für Alstätte in der Liga zunächst nur der Klassenerhalt zählt. Wie kann das Ziel gelingen?
Im Endeffekt können wir es nur als Team schaffen. Wir sind eine sehr junge Mannschaft, die außer mir nur aus Alstättern besteht. Da geht es nur über den Teamgedanken, jeder muss alles für den anderen geben – genau über dieses Wir-Gefühl haben wir auch den Titel in der Kreisliga A geholt.

Wird der VfB denn taktisch anders auftreten als noch in der A-Liga?
Wir werden uns nicht verstecken. Es wird aber automatisch so sein, dass wir defensiv mehr gefordert werden – was aber an den Gegnern liegt und nicht an unserer Spielidee. Ich hoffe aber, dass wir auch offensiv etwas ausrichten können. In jedem Fall wird mehr Laufbereitschaft nötig sein, um in dieser Liga zu bestehen.

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