Amateursaison in Bayern läuft seit 2019 – und ist immer noch nicht vorbei

Fußball

Während die Fußballverbände in NRW im April einen Schlussstrich unter die Amateursaison gezogen haben, wird in Bayern noch über eine Beendigung diskutiert. Ab Freitag dürfen die Vereine abstimmen.

Westfalen

, 11.05.2021, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Amateurfußballer in Bayern sind seit Herbst ebenso tatenlos wie die in Westfalen. Jedoch muss über den Saisonausgang in Bayern noch entschieden werden.

Die Amateurfußballer in Bayern sind seit Herbst ebenso tatenlos wie die in Westfalen. Jedoch muss über den Saisonausgang in Bayern noch entschieden werden. © Jens Lukas

Mit den Folgen der Corona-Pandemie sind die Fußballverbände sehr unterschiedlich umgegangen. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen zum Beispiel hat die Saison 2019/20 nach einer Quotientenregel gewertet und viele Mannschaften aufsteigen lassen. Die Spielzeit 20/21 hat er im April ohne jegliche Wertung annulliert. Im Freistaat Bayern ticken die Uhren bei diesem Thema anders.

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Im Frühjahr 2020 hatten die Bayern für ihre Amateurfußballer eine andere Lösung als die meisten anderen Verbände in Deutschland gewählt: Die Spielzeit 2019/20 wurde zunächst nicht abgebrochen, sondern sollte ab Herbst zu Ende gespielt werden. Doch mittlerweile steht fest: Die Saison 2019/21, wie sie nach ihrer Verlängerung bezeichnet worden ist, muss frühzeitig am Grünen Tisch beendet werden.

Der Bayerische Fußballverband hatte den 3. Mai als Termin auserkoren, an dem ein flächendeckender Trainingsbetrieb erlaubt sein müsse, um die Spielzeit in allen Klassen sportlich beenden zu können. Als das Land dann sein Infektionsschutzgesetz Mitte April über dieses Datum hinaus verlängerte, war der Abbruch der Spielzeit besiegelt.

Vereine sollen per Umfrage entscheiden

Die Frage lautet nur: wie? Denn anders als etwa in Westfalen, wo im Herbst nicht mal ein Drittel der Amateurbegegnungen ausgetragen worden war (nötig für eine Wertung wären 50 Prozent gewesen), sind in Bayern seit Sommer 2019 bereits genügend Spiele für eine Wertung absolviert. Die Spielordnung sieht vor, dass – ähnlich wie in Westfalen in der Saison 19/20 – eine Quotientenregel zur Anwendung kommt, die dann Auf- und Absteiger hervorbringt.

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Doch da sich bereits mehrere Vereine mit Offenen Briefen und Anträgen gegen die geplante Regelung an den Verband gewandt hatten, beschloss der nun, all seine Mitgliedsvereine abstimmen zu lassen: entweder Wertung nach der aktuellen Spielordnung oder Wertung ohne Absteiger. Diese Umfrage findet nun vom 14. bis 18. Mai statt. Sollte die zweite Variante eine Mehrheit finden, müsste im Anschluss ein außerordentlicher Verbandstag einberufen werden. Das Saisonende im Freistaat könnte also noch eine Weile auf sich warten lassen.

Hier geht es zur kompletten Meldung des Bayerischen Fußball-Verbands.

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