Ammeloe stellt Trainer Buß sofort frei

Fußball-Kreisliga A: Freien Fall stoppen

Die sportliche Talfahrt wollten die Verantwortlichen der SF Ammeloe nicht tatenlos mit ansehen. Mit sofortiger Wirkung hat der Verein seinen Trainer Bernd Buß von dessen Aufgaben entbunden. Bis zum Saisonende leitet Peter Ruminski die Geschicke beim Tabellen-13..

AMMELOE

, 05.04.2016, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach erfolgreicher Hinrunde ging der Daumen bei Bernd Buß und Ammeloe noch hoch. Zuletzt blieben die Erfolge aber aus, der Trainer muss frühzeitig gehen.

Nach erfolgreicher Hinrunde ging der Daumen bei Bernd Buß und Ammeloe noch hoch. Zuletzt blieben die Erfolge aber aus, der Trainer muss frühzeitig gehen.

„Die bescheidene Ausbeute 2016 mit nur zwei Unentschieden hat beide Seiten dazu veranlasst, nach der Niederlage am Sonntag das gemeinsame Gespräch zu suchen, um kurzfristig eine Lösung zu finden, die uns aus der Abwärtsspirale befreit“, ließ der Sportliche Leiter, Christian Tenbeitel, am Dienstagmorgen in einer Pressemitteilung wissen. Buß kann den Schritt des Klubs nachvollziehen und sagt: "Man muss als Trainer immer damit rechnen, dass so was passiert, wenn der Erfolg ausbleibt. Ich muss aber dazusagen, dass ich die Verantwortlichen nach dem Spiel am Sonntag selbst um ein Gespräch zur aktuellen Lage gebeten habe. Jetzt wird sich zeigen, ob dieser Schritt der Mannschaft hilft."

Vorsprung geschmolzen

Buß hatte das Team erst zu Saisonbeginn übernommen und arbeitete zunächst recht erfolgreich. Nach dem letzten Spieltag vor der Winterpause hatten die Sportfreunde als Ligaachter mit 23 Punkten noch ein komfortables Polster auf die Abstiegszone aufgewiesen. Dieser Vorsprung schmolz im neuen Jahr Woche für Woche – aktuell steht Ammeloe nur noch zwei Zähler vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Seit dem 3:1 am 6. Dezember gegen den SuS Legden gelang Ammeloe kein Sieg mehr.  

„Bernd war bereit, den Kampf gegen den eventuell drohenden Abstieg anzunehmen, haderte aber mit der unglücklichen sportlichen Konstellation. Wir möchten alles dafür tun, um in Ammeloe weiter A-Liga-Fußball bieten zu können. Leider ist dann der Trainer immer das schwächste Glied in der Kette. Das war in dem gestrigen Gespräch auch Bernd bewusst“, erklärte Tenbeitel. Er sei sich aber sicher: „Noch ist der freie Fall abzuwenden.“

Der Klassenerhalt soll nun mit Peter Ruminski, früher Jugendtrainer beim SuS Stadtlohn und Co bei der SpVgg Vreden, gelingen. Ruminski soll bereits im Nachholspiel am Donnerstag gegen Fortuna Gronau auf der Bank sitzen. Tenbeitel: „Peter kennt den Verein und die Mannschaft und weiß um die Brisanz.“

Zur neuen Saison soll dann wie geplant Matthias Wesseler, aktuell beim FC Vreden, das Traineramt übernehmen.“

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