Anton Macha holt mit dem FC Chelsea den nächsten Titel an der Konsole

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Nicht nur auf dem Rasen ist Anton Macha vom SuS Stadtlohn ein talentierter Kicker. Auch an der Konsole hat der 20-Jährige jetzt abermals sein Können bewiesen und einen Titel eingefahren.

von Martin Mensing

Kreis

, 16.11.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – die Fußballweisheit vom legendären Nationaltrainer Sepp Herberger gilt aktuell auch für die E-Sportler der Region. Im aktuell Corona-Lockdown können die Fußballer nicht auf den grünen Rasen, da ist die Fußballsimulation Fifa, der Sport in den heimischen vier Wänden mit der Spielkonsole vor dem Computer, eine willkommene Abwechslung. Beim internen Turnier von Eintracht Ahaus, VfB Alstätte, Rot-Weiß Nienborg und SuS Stadtlohn setzte sich Anton Macha, alias „creasy2000“, am Ende gegen die 40 Mann starke Konkurrenz durch. Als Prämie erhielt er nun einen Sony-Playstation-Gutschein in Höhe von 100 Euro.

Eigentlich wäre Macha aktuell mit der ersten Mannschaft des SuS Stadtlohn aktiv. Mit seinem Team führt er die Tabelle der Bezirksliga an. Die Corona-Krise hindert ihn wie unzählige Amateurfußballer daran, seinem geliebten Hobby nachzugehen. Seit sechs Jahren, als „Fifa 13“ aktuell war, zockt er das beliebte Spiel auf der Konsole. Nach dem Sieg im vereinsinternen Turnier des SuS Stadtlohn siegte er auch im Vergleich der vier Vereine.

Werner trifft, Neymar scheitert vom Punkt

Im Finale besiegte er mit dem FC Chelsea mit 3:2 Toren Johannes Hackfort (Alstätte) mit Paris Saint-Germain. Nach dem der deutsche Nationalspieler Timo Werner in der 81. Minuten das 3:2 markierte, warf „RR2F-HPN9-5MJR“ (so der PSN-Name von Johannes Hackfort) alles nach vorne. In der spannenden Schlussphase scheiterte Neymar vom Elfmeterpunkt, kurz darauf erfolgte der Schlusspfiff. Interessierte können sich das Endspiel auf dem Youtube-Kanal des SC Rot-Weiß Nienborg noch einmal ansehen.

Der Zweitplatzierte erhielt einen Gutschein über 75 Euro. Platz 3 ging an Jakob Wolbeck (PSN: jakobball-205) aus Nienborg. Der B-Jugendspieler der Rotweißen gehörte mit seinen 14 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern. Er freute sich über einen Gutschein über 50 Euro. Im kleinen Finale behielt Wolbeck die Oberhand gegen Robin Weiß aus Alstätte. Er erhielt einen Gutschein über 25 Euro.

Jakob Wolbeck vertrat RW Nienborg beim E-Sport-Turnier und belegte den dritten Platz.

Jakob Wolbeck vertrat RW Nienborg beim E-Sport-Turnier und belegte den dritten Platz. © privat

Der Routinier, der auf dem Platz seine Fußballschuhe für den VfB Alstätte schnürt, spielt bereits seit 22 Jahren auf der Konsole. Er begann mit „FiFA 98“. Es war das letzte Spiel aus der Reihe, in dem der Spieler Hallenfußballspiele austragen konnte. Im vergangenen Jahr kam der Modus in „FiFA 20“ wieder zurück. Auf dieser aktuelle Spielversion fand das nun abgeschlossene Turnier statt.

Seit Montag (16. November) läuft bereits das nächste Turnier auf „FiFA 20“. Für das offene Turnier haben sich 165 Teilnehmer angemeldet. „Wir sind überwältigt von der Anzahl der Teilnehmer, damit haben wir nicht gerechnet“, sind die Organisatoren Lukas Vortkamp (Eintracht Ahaus, sportlicher Leiter der Jugendabteilung) und Frank Große-Vestert (RW Nienborg, Jugendabteilung) geflasht. Damit gehört das Event zu den größten Turnieren dieser Art in der hiesigen Region.

Die beiden organisierten gemeinsam das interne Turnier der vier Vereine und kümmern sich auch um das offene Turnier. Computerfreaks aus dem Kreis Borken, den Nachbarkreisen Steinfurt und Coesfeld, der Grafschaft Bentheim, von VfB Waltrop, Preußen Münster, FC Schalke 04, selbst vom TuS Erndtebrück aus dem Siegerland, sind bei diesem Event dabei. Auch sind einige Schiedsrichter vom Fußballkreis Ahaus/Coesfeld am Start, die sich gegen die Fußballer messen. Gestartet wird mit einer Gruppenphase, daran schließt sich die K.O.-Phase an.

Emotionen auch an der Konsole

Die vier Sieger nehmen auch wieder daran teil. „An der Konsole gibt es genauso wie auf dem Platz Emotionen“, berichtet Anton Macha. Er hebt den reibungslosen Ablauf der bisherigen Turniere, den Spaß und das faire Miteinander hervor. „Das Interessante ist, dass man sein Gegenüber nicht kennt und nicht sieht. Die jungen Spieler sind sehr reaktionsschnell“, lobt er die jüngeren Teilnehmer. „creasy2000“ freut sich, dass die Vereine in der Pandemie die Initiative für diese Turniere ergriffen haben und einige Sponsoren auf den Zug mit aufgesprungen sind.

So spendete ein Unternehmen aus Stadtlohn die Preise für das Turnier der vier Vereine. Für das offene Turnier wurden zwei Ahauser Firmen als Sponsoren gewonnen. Interessierte können den Turnierverlauf online mitverfolgen. Dort werden die Spielpläne und Ergebnisse veröffentlicht. Eine der Hauptaufgaben von Lukas Vortkamp und Frank Große-Vestert in den nächsten Tagen und Wochen.

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