Auch in Ahaus/Coesfeld ruht der Ball bis auf Weiteres

Fußball

Der westfälische Verband hat am Freitag den Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt und Vereinen finanzielle Entlastung zugesagt. Dem schließt sich der Kreis an, hat aber auch eigene Sorgen.

Kreis

, 27.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für Marcel Terbrack (r.) und den FC Vreden ist wie für alle anderen Fußballer derzeit Warten angesagt.

Für Marcel Terbrack (r.) und den FC Vreden ist wie für alle anderen Fußballer derzeit Warten angesagt. © Johannes Kratz

Bis Freitag hatte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen am 19. April als Datum festgehalten, bis zu dem der Spielbetrieb mindestens ruht. „In den letzten Tagen hat sich ja bereits angedeutet, dass es utopisch ist, direkt nach dem 19. April wieder anzufangen“, erklärte der Ahaus/Coesfelder Kreisvorsitzende Willy Westphal am Freitag auf Anfrage. „Daher haben sich alle 29 Fußballkreise im Verbandsgebiet darauf geeinigt, den Spielbetrieb genau wie der Verband bis auf Weiteres ruhen zu lassen.“

Grundsätzlich wollen demnach alle Kreise dem Vorgehen des FLVW folgen, auch was eine mögliche Wertung der Saison im Falle eines komplettes Abbruchs angeht. „Da soll es keine Insel-Lösungen geben, wir wollen einen gemeinsamen Weg für alle finden“, so Westphal.

In Sachen Kreispokal dürfte das vielleicht etwas schwieriger werden, zumal der Wettbewerb in den Kreisen unterschiedlich organisiert wird. In Ahaus/Coesfeld ist eigentlich Christi Himmelfahrt, 21. Mai, als Finaltag angesetzt. „Ich denke, wir müssen uns schon jetzt darauf einstellen, dass wir diesen Termin nicht halten können, zumal ja auch die Halbfinals noch gespielt werden müssten“, so Westphal.

Der Kreisvorsitzende Willy Westphal

Der Kreisvorsitzende Willy Westphal © Fußballkreis Ahaus/Coesfeld

Die finanziellen Entlastungen, die der Verband am Freitag für die Vereine verkündet hat, tragen die Kreise laut Westphal in vollem Umfang mit. „Für die Liquidität eines Vereins kann es schon hilfreich sein, wenn zum 31. März keine Ordnungsgelder, zum Beispiel wegen des nicht erfüllten Schiedsrichter-Solls, eingezogen werden“, so der Kreisvorsitzende. Ein Kreisligist, der sein Schiedsrichter-Soll erfüllt, werde kurzfristig allerdings kaum eine Veränderung spüren.

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Aus dem Kreis Ahaus/Coesfeld habe bislang noch kein Verein wegen einer finanziellen Schieflage SOS gefunkt, wie Westphal sagt. „Ich denke auch, die Vereine sich einige Kosten sparen, wenn nicht gespielt wird. Auf der andere Seite fallen natürlich die gewerblichen Einnahmen durch den verkauf von Getränken und Wurst weg.“ Der Fußballkreis werde im Einzelfall allen Klubs so gut wie möglich zur Seite stehen, wenn eine Notlage entstehe.

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