Auch ohne Mario Götze: PSV zu stark für Enschede

Fußball

Eine gute halbe Stunde hat dem FC Twente aus Enschede nicht gereicht, um dem Favoriten PSV Eindhoven in der niederländischen Fußball-Ehrendivision gefährlich zu werden.

Enschede

von Daniel Buse

, 07.02.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zu zehnt und ohne Punkte beendete der FC Twente das Gastspiel in Eindhoven.

Zu zehnt und ohne Punkte beendete der FC Twente das Gastspiel in Eindhoven. © fctwentemedia

Die Hausherren setzten sich am Samstag locker mit 3:0 (2:0) gegen die Enscheder durch. „In der ersten halben Stunde haben wir das Spiel kontrolliert, danach war es vorbei“, sagte ein enttäuschter Twente-Trainer Ron Jans. Seine Mannschaft, die weiterhin Siebter in der Tabelle ist, blieb damit zum vierten Mal in Folge ohne eigenen Treffer.

Gegen die Eindhovener, die weiterhin ohne den verletzten Mario Götze antraten, machte es Twente zu Beginn sehr gut. Die Gäste ließen sich nicht unter Druck setzen und hatten selbst längere Ballbesitzphasen. Und auch zu guten Möglichkeiten kamen sie: Nach einem spektakulären Solo gegen sechs PSV-Spieler rutschte Luciano Narsingh der Schuss aus spitzem Winkel ab (20.), Queensy Menig setzte seinen Versuch aus 22 Metern nur knapp daneben (27.). „Wir haben es gut gemacht, waren kompakt“, freute sich Jans zunächst.

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Mit dem 0:1 war aus Enscheder Sicht aber alles dahin: An die flache Hereingabe von PSV-Stürmer Eran Zahavi kam Twente-Keeper Joel Drommel mit einer Hand heran, doch der Ball landete genau bei Donyell Malen, der zum ersten Tor des Nachmittags einschob (30.). „Danach ist es schnell gegangen“, ärgerte sich Jans.

Plötzlich wirbelten die Eindhovener – und das 0:2, das nur sechs Minuten später fiel, zeichnete sich sofort ab. Mit einem Steilpass wurde PSV-Rechtsverteidiger Denzel Dumfries bedient und dessen Flanke verwertete Zahavi (36.). Es hätte vor der Pause noch schlimmer für die Gäste kommen können, doch Torhüter Drommel parierte bei einem Schuss von Mohamed Ihattaren ganz stark (41.).

Halbzeitansprache hilft Twente kaum

„Zum ersten Mal habe ich in der Kabine gesagt, dass mir heute etwas fehlt“, berichtete Jans von seiner Ansprache. Ihm war es zu ruhig auf dem Platz, er forderte, dass sich seine Spieler „gegenseitig aufbauen, anfeuern und coachen“, wie er verriet. Wirklich besser wurde es für Twente aber auch nach dem Seitenwechsel nicht. Schnell legte die PSV das dritte Tor nach, das Malen mit einem harten Schuss in die lange Ecke erzielte (53.). „Man muss hier etwas Besonderes zeigen – und das haben wir nach dem 0:2 nicht mehr geschafft“, meinte Jans.

Das Spiel war schon kurz nach der Pause gelaufen, auch wenn Twente durch Ramiz Zerrouki noch eine Chance vergab (62.). Die Machtlosigkeit und der Frust der Enscheder spiegelten sich in der 75. Minute in der Aktion von Luka Ilic wider, der erst Eran Zahavi hart foulte und dann bei einem Rededuell mit Marco van Ginkel einen Kopfstoß andeutete, sodass er mit Rot vom Platz geschickt wurde. Am klaren und völlig verdienten PSV-Erfolg änderte das alles nichts mehr.

PSV Eindhoven: Mvogo – Dumfries (80. Baumgartl), Teze, Boscagli, Max – Sangare (80. Gutierrez), Rosario – Mauro Junior (75. van Ginkel), Ihattaren (75. Thomas) – Zahavi, Malen (86. Vertessen).
FC Twente: Drommel – Ebuehi (86. Markelo), Dumic, Pierie, Pleguezuelo (86. Bruns) – Bosch, Ilic, Zerrouki – Narsingh (66. Rots), Danilo (79. Staring), Menig (66. van Leeuwen).

Tore: 1:0 Malen (30.), 2:0 Zahavi (36.), 3:0 Malen (53.).
Rot: Ilic (75., Twente).

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