Mit dem klaren Ziel Aufstieg gingen die Fußballfrauen der SpVgg Vreden die Bezirksligasaison an. Und nach einem knappen Saisondrittel stimmt der Kurs. Tabellenplatz eins ist gefestigt.

Vreden

, 20.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Aussage vor der Saison war eindeutig: „Wir wollen aufsteigen!“ Und nach acht Spieltagen in der Frauen-Bezirksliga kann Daniel Brandt, Trainer der SpVgg Vreden, festhalten, dass seine Mannschaft auf einem guten Weg ist. Der Tabellenführer konnte sieben Partien für sich entscheiden, dazu kommt ein Remis.

Das stellt den Coach erst einmal zufrieden: „Wir haben sicher nicht immer so gespielt, wie wir es uns im Trainerteam vorgestellt haben. Aber der Erfolg gibt der Mannschaft Recht.“ Und so gebe es auch keinen Grund, vom selbstbewussten Saisonziel abzuweichen: „Wir wollen ja auch nicht tiefstapeln, bleiben natürlich auf dem Teppich.“

Positive Gesamtentwicklung

Die Momentaufnahme passt in die Gesamtentwicklung. „In vier Jahren ist hier richtig etwas zusammengewachsen“, erklärt Brandt. Nach Platz sieben und der Vizemeisterschaft in der Kreisliga A folgte der Aufstieg in die Bezirksliga, im ersten Jahr gab es dort gleich Rang vier. Nun soll der nächste Schritt folgen. „Wir arbeiten weiter hart, geschenkt bekommen wir nichts.“ Im Fußball könne zudem viel passieren. „Wenn wir verletzungsfrei bleiben, bin ich guter Dinge“, ergänzt Brandt.

Wichtig sei nach so vielen Jahren auch, immer neue Akzente und Reize zu setzen. Dazu zähle auch, dass man die Augen nach neuen und talentierten Spielern offen halte: „Leider haben wir aktuell keine U17, über Jahre ist folglich nicht viel aufgerückt. Umso wichtiger ist es, die eigenen Talente, die zu anderen Vereinen gewechselt sind, im Blick zu haben.“

Und in dieser Hinsicht arbeitet der Verein erfolgreich, um die Mannschaft stetig weiterzuentwickeln. Auch externe Verstärkungen seien wichtig, um für „frisches Blut“ zu sorgen. „Dass man über so einen verhältnismäßig langen Zeitraum zusammenarbeitet, ist bekanntlich nicht immer von Vorteil. Gerade wenn es mal nicht so läuft“, weiß Brandt. Eine mögliche schwierige Phase sähe der Coach natürlich gerne weit in die Zukunft geschoben. „Dann wird sich zeigen, wie reif die Mannschaft wirklich schon ist.“

Verein unterstützt stark

Wichtig: Der Verein leiste die wichtige Unterstützung – unter anderem mit Busfahrten zu Auswärtsspielen mit weiten Reisen. „Diese Wertschätzung ist nicht selbstverständlich. Das kommt bei den Spielerinnen sehr gut an.“ Dass das Potenzial für die Landesliga vorhanden sei, davon ist Brandt überzeugt: „Wir haben schon erfolgreich gegen Landesligisten getestet. Aber: Über eine ganze Saison ist das dann schon eine andere Hausnummer.“

Jetzt geht der Blick erst einmal Richtung Winterpause, das nächste Zwischenziel. „Dann setzen wir uns zusammen und planen weiter.“ Dass mit dem SuS Legden ausgerechnet der Aufsteiger und Nachbar der erste Verfolger ist, freut den Trainer sogar - gegen Legden geht es übrigens auch im Kreispokal-Viertelfinale. „Das tut dem Frauenfußball in der Region doch gut.“ Und womöglich gibt es dann auch bald bei der SpVgg wieder eine U17: „Das wäre irgendwann sicher optimal mit Blick auf einen möglichen Aufstieg.“

Am Sonntag geht die Reise nun beim BSV Bork weiter: „Bork hat zuletzt erfolgreich gespielt. Das wird eine schöne Aufgabe.“

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