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Vor einer speziellen Herausforderung steht Eintracht Ahaus im Saisonfinale. Die erste Mannschaft spielt um den Aufstieg, die zweite um den Klassenerhalt. Das Problem: Das Personal ist knapp.

Ahaus

, 13.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die erste Mannschaft von Eintracht Ahaus hat seit dem Aufstieg 2010 keine so erfolgreiche Saison in der Landesliga gespielt wie die aktuelle. Punktgleich mit dem Relegationsplatz könnte unter gewissen Umständen sogar der Aufstieg in die Westfalenliga gelingen. Ganz anders die Ausgangslage bei der Reserve: Sie ringt noch um den Klassenerhalt in der Kreisliga A, und bekommt es in den verbleibenden Spielen mit zwei Konkurrenten aus dem Tabellenkeller zu tun. Die Reserve lebte zuletzt auch von der personellen Unterstützung aus dem Landesliga-Kader. Doch der ist alles andere als üppig besetzt.

„Das ist wirklich eine schwierige Situation, über die wir auch im Vorstand derzeit viel diskutieren“, sagt der Eintracht-Vorsitzende Stefan Kappenstiel. „Ich kann den Trainern und Spielern der ersten Mannschaft nur den allerhöchsten Respekt dafür zollen, was sie mit ihren Möglichkeiten leisten. Das ist wirklich erfreulich. Aber wir müssen als Gesamtverein auch die Zweite im Blick haben.“ Kappenstiel stellt klar: „Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, wenn die erste Mannschaft auf- und die zweite gleichzeitig absteigt. Die Lücke von vier Spielklassen wäre dann einfach zu groß.“

Zwei Teams, zwei Ziele

Die beiden Mannschaften verfolgen logischerweise ihre eigenen Interessen. Landesliga-Coach Jens Niehues und sein spielender Co Andre Hippers verlassen den Verein nach der Saison und haben deutlich gemacht, dass sie bis dahin den maximalen Erfolg erreichen wollen. Niehues sagte unserer Zeitung bereits am Wochenende, dass er es nicht akzeptieren wolle, wenn sein Kader zugunsten der Reserve geschwächt würde. Mit Lennart Varwick, Esad Dayan, Bryan Reinfeld und Torwart Niklas Lukas sind vier Spieler aus dem Landesliga-Kader für die Zweite spielberechtigt. Am vergangenen Sonntag war das kein großes Problem, zumal sich alle vier nach dem Spiel der Reserve noch bei der Ersten auf die Bank setzten. Schwieriger könnte es etwa am kommenden Wochenende werden, wenn die Zweite zum Abstiegsduell in Ottenstein antritt und die Erste zeitgleich ihre Aufstiegschance in Roxel wahren will. Probleme könnte es auch am letzten Heimspieltag geben, wenn beide Mannschaften möglicherweise parallel antreten müssen, wenn die Reserve noch nicht gesichert ist.

Aufstieg Erste? Klassenerhalt Zweite? Eintracht Ahaus im Zwiespalt

Ehe Frank Wegener im Sommer die erste Mannschaft der Eintracht übernimmt, will er mit der zweiten die Klasse halten. © Sascha Keirat

Ein bisschen zwischen den Stühlen sitzt derzeit Frank Wegener. Aktuell trainiert er die Reserve, im Sommer übernimmt er die Erste. „Natürlich ist das eine ganz schwierige Situation. Ich möchte mich als Trainer der Zweiten mit dem Klassenerhalt verabschieden. Dass Jens und Andre den maximalen Erfolg mit der Ersten wollen, kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. Ihr Kader ist dünn, da fällt es schwer, Spieler runterzugeben. Letztendlich muss das aber der Verein entscheiden.“

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Die erste Mannschaft der Eintracht spielt um den Aufstieg in die Westfalenliga, die zweite gegen den Abstieg aus der Kreisliga A.
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Ob er kommende Saison lieber einen Westfalen- oder Landesligisten trainieren wolle? „Ich würde den Trainern und Spielern der Ersten den Aufstieg als Lohn für ihre starke Saison auf jeden Fall gönnen, kann es aber nicht beeinflussen und werde die Aufgabe im Sommer nehmen, wie sie kommt.“

In den verbleibenden zwei Spielen heißt es für die Verantwortlichen also puzzeln, um mit der jeweiligen Kaderzusammenstellung das Optimum zu erreichen. Stefan Kappenstiel versichert: „Wir werden uns noch mal zusammensetzen und alle Eventualitäten durchsprechen.“

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