Aus dem Sattel in die Federn

Vreden Der Wecker auf dem Nachttisch von Stefan Engbers schellt um 6.30 Uhr: "Etwas länger konnte ich schon schlafen - Vreden ist ja soweit nicht weg", erklärt der Springreiter des RV Südlohn-Oeding. Um aber um 10 Uhr seinen ersten Start beim 16. Hamaland-Hallenspringturnier absolvieren zu können, muss sich der 25-Jährige schon sputen.

04.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Stefan Engbers führt "Amageddon" nach dem Springen zum Transporter - es wartet der nächste Vierbeiner auf seinen Einsatz beim Vredener Hallenspringturnier. Mathmann</p>

<p>Stefan Engbers führt "Amageddon" nach dem Springen zum Transporter - es wartet der nächste Vierbeiner auf seinen Einsatz beim Vredener Hallenspringturnier. Mathmann</p>

Nach einem Schluck Kaffee in seiner Wohnung am Reiterhof Messing in Schöppingen geht es für den gelernten Pferdewirt und Bereiter direkt in den Stall: Pferdeboxen herrichten, die ersten drei Vierbeiner, die für das Vredener Turnier gemeldet wurden, füttern, putzen und deren Mähne einflechten. Dann geht es auf den Transporter.

Das Zaumzeug hat Engbers schon am Vorabend zurechtgelegt - darunter auch seine beiden Sättel. "Nach Möglichkeit nehme ich schon meinen Lieblingssattel. Aber: Er muss passen", erklärt er.

Um 8.30 Uhr macht sich der Erfolgsreiter auf den Weg nach Vreden. "Sicher ist sicher", meint er und verweist auf den kritischen Straßenzustand: Eisglätte hatte es in den Nachrichten geheißen.

In Vreden führt einer der ersten Wege ins Turnierbüro: In der so genannten Meldestelle gibt er zu Protokoll: "Wir sind startklar."

15 Mal wird Stefan Engbers am ersten Tag des dreitägigen Hallenturniers seine Vierbeiner, deren Anzahl im Laufe des Vormittags nach weiteren Transporten auf sieben gestiegen ist, die Starterschranke zum Parcours passieren. "Da heißt es, zwischen den Prüfungen immer mal wieder mit anzufassen. Obwohl mir bei den Turnieren wie in Vreden viel Arbeit mit den Pferden abgenommen wird", erklärt er bei einem Pferdewechsel auf dem Transporter-Parkplatz.

"Nur schwer in Tritt gekommen", beschreibt er seine ersten Auftritte in den Vormittagsstunden - wenig später läuft es rund beim Erfolgreiter: Auf Medici's Son ist Rang fünf in einer L-Springpferdeprüfung fällig, gegen 15 Uhr wird ihm und "Caesarios Pretty Woman" die erste Siegerschleife in einer weiteren L-Springpferdeprüfung angeheftet.

Gegen 22.30 Uhr will Engbers wieder zuhause sein: Pferde versorgen, den zweiten Turniertag vorbereiten, an dem er seine Paradepferde "Brio", "Don Jovi" und Akazia" zu den S-Prüfungen gemeldet hat, und dann nach einem 17-Stunden-Reitertag in die Federn. bml

Lesen Sie jetzt