Ausreden unerwünscht

KREIS Nach zwei Dritteln der Saison stehen mit dem FC Epe, der DJK Eintracht Stadtlohn und dem SC Südlohn gleich drei potenzielle Absteiger in die Kreisliga A Ahaus auf den Abstiegsrängen.

19.03.2009, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Entsprechend nervös verfolgen auch die A-Ligisten die Entwicklungen in dieser Liga - erst recht, nachdem Fortuna Seppenrade am vergangenen Wochenende das Loch auf dieses gefährdete Trio weiter vergrößern konnte. Die Schlinge zieht sich folglich weiter zu, doch haben es gerade Stadtlohn und Südlohn noch selbst in der Hand, sich aus dieser misslichen Situation zu befreien. Doch dazu müssen allmählich die lange herbeigesehnten Erfolge her.

Den Auftakt möchte die DJK am Sonntag im Derby gegen Ahaus machen. "In unserer Situation ist es egal, gegen wen wir antreten. Wir müssen dreifach punkten. Das sollte uns gelingen, wenn alle Beteiligten ihr vorhandenes Potenzial abrufen", so Coach Bernd Dirksen, der in einem "Spiel mit offenem Visier" keine Ausreden mehr geltend machen wird. Trotz der "soliden Tabellenposition" stellt sich für Gästetrainer Guido Berlekamp die Lage nicht ganz so einfach wie gewünscht dar. "Aufgrund der prekären Ausgangslage im Tabellenkeller werden wir die eigene Reserve stärken, damit sich diese in der A-Liga hält. Zudem wird Andreas Beckers wohl für die ebenfalls bedrohte A-Jugend auflaufen", weiß Berlekamp um die Enge in seinem Kader - insbesondere vor dem Hintergrund der vielen angeschlagenen Akteure. Dennoch sei die Qualität immer noch hoch genug, gegen ein "sich mit allen Mitteln wehrendes Stadtlohn" zu bestehen.

Für Südlohn werden die "Trauben in Gronau hoch hängen", erkennt Coach Stefan Busshoff die schwierige Aufgabe bei einer der "offensivstärksten Teams der Liga" an. "Entscheidend wird sein, dass wir uns taktisch clever verhalten und die Fehlerquote minimieren", gibt er seinen Mannen die Marschroute vor. Die Elf werde weiter "nichts unversucht lassen", jeder Zähler sei "von existenzieller Bedeutung".

Schützenhilfe

Ein wenig Schützenhilfe kann der ASV Ellewick leisten. In Seppenrade könnte das Team den kurzfristigen Höhenflug der Fortuna nach dem Sieg in Rorup stoppen. Doch Übungsleiter Matthias Wesseler blickt vornehmlich auf seine Schützlinge: "Wir müssen allein schon deshalb punkten, um nicht Gefahr zu laufen, wieder unten hineinzurutschen."

Wesentlich "kecker und selbstbewusster" als zuletzt in Ahaus müsse der SuS Legden gegen den Spitzenreiter DJK Coesfeld auftreten, um nicht ähnlich chancenlos wie im Hinspiel zu bleiben, so Trainer Mario Böckmann. "Natürlich muss alles passen. Dass wir dann auch gegen Topteams etwas bewegen können, haben wir in der Hinrunde bewiesen". ms

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