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Averhage: Vom Ersatzmann zum Helden

Fußball: SuS-Torhüter sollte eigentlich nicht spielen

Nach dem geschafften Aufstieg trugen seine Mitspieler ihn auf Schultern. Timo Averhage avancierte mit zwei parierten Elfmetern im Aufstiegsendspiel zum Helden für den SuS Stadtlohn II. Dass es soweit kam, war mehreren glücklichen Umständen geschuldet.

STADTLOHN

, 03.06.2016, 12:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Averhage: Vom Ersatzmann zum Helden

Als Torwart Timo Averhage mit seinem Team auflief, hatte er noch keine Ahnung, was der Abend für ihn bereithalten würde.

Eigentlich war der Einsatz des 21-jährigen Averhage gar nicht vorgesehen. Mark Kemper sollte das Tor hüten, merkte aber beim Aufwärmen, dass eine Verletzung das nicht zulässt. „Für einen Torwart ist es immer schwer, wenn er sich nicht auf das Spiel vorbereiten kann“, erklärte Averhage am Morgen nach der Partie.

Doch Probleme offenbarte der junge Keeper auf dem Platz nicht. In der der regulären Spielzeit bekam er kaum etwas zu tun. Wenn doch, dann war er auf dem Posten. Chancenlos musste er dann die beiden Gegentreffer aus kurzer Distanz in der Schlussphase hinnehmen. Eine strittige Szene gab es dann in der 101. Minute: Averhage eilte aus seinem Tor und holte Lüdinghausen-Stürmer Markus Rips von den Beinen. Die Unioner forderten einen Platzverweis, doch Schiedsrichter Chrtoph Hanck zögerte keine Sekunde und zeigte Gelb. „Das war für mich die richtige Entscheidung. Es war ein Foul, aber der Stürmer hätte keine Chance gehabt, ein Tor zu erzielen“, sagte Averhage. Und diese Einschätzung war durchaus richtig.

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So durfte er auf dem Platz bleiben – und parierte die Elfmeter von Robin Coerdt und Kevin Coerdt. „Ich habe jeweils versucht, lange stehen zu bleiben und mich vorher auf eine Ecke festgelegt. Gut, dass das zweimal funktioniert hat“, so der Torwart. Somit gab es einigen Grund zu feiern für Averhage, der sich jetzt auf die Mannschaftsfahrt nach Mallorca am kommenden Donnerstag freut. 

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