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Bedenkliche Entwicklung

Kreisliga-Staffeltag: Raue Umgangsformen auf den Plätzen

Der Halbzeit-Staffeltag der Kreisligisten im Nordkreis Ahaus des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld ist harmonisch verlaufen. Insbesondere, weil vom Staffeltag des Südkreises Coesfeld am Vorabend schon eine der wesentlichen Nachrichten durchgesickert war. Die angedachte Kreisliigastrukturreform mit einer eingleisigen Kreisliga A ist verworfen – zumindest vorerst.

VREDEN/KREIS

, 19.01.2014, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bedenkliche Entwicklung

Berichtete über die erste Halbserie in den Kreisligen: Staffelleiter Manfred Nieland.

 „Die Vereine sollten schleunigst den Rückwärtsgang einlegen“, nahm Nieland die Vereine in die Pflicht. Dass selbst eine Bedrohung eines Unparteiischen, wie im ersten Halbjahr im Altkreis Ahaus leider auch geschehen (Münsterland Zeitung berichtete), über die Medien noch kontrovers diskutiert würde, dafür konnte Kreisschiedsrichterobmann Christoph Hanck nur wenig Verständnis aufzeigen.„Die Spruchkammer hat allein das Mindestmaß an Strafe, die die Satzung vorgibt, ausgesprochen. Wie wollen wir alle denn den Nachwuchs noch für die Herausforderung Schiedsrichter begeistern, wenn nicht so gehandelt würde“, zeigte sich Hanck zudem „tief bewegt“, als er davon berichtete, dass ein erfahrener Wegbegleiter aufgrund dieser bedenklichen Tendenz und aus persönlicher Erfahrung die „Pfeife auf überregionalem Niveau an die Seite gelegt habe“. Ebenso sollten die Vereine Verantwortung für die Nutzung sozialer Netzwerke übernehmen. In einem zweiten Fall hätten sich zwei Nachwuchsschiedsrichter nach persönlicher Kritik – auch noch durch den eigenen Verein – über diese Medien vom Verein abgemeldet.„Ich weiß, dass diese Eingaben nicht immer durch Vereinsverantwortliche vorgenommen werden. Aber: Am Ende nimmt der Verein Schaden“, so Hanck. Letztlich säßen die Vereine alle in einem Boot. „Wir haben jetzt schon Probleme, an jedem Wochenende sämtliche 16 A-Liga-Spiele qualifiziert zu besetzen. Die Vereine sollten folglich die richtigen Signale senden“, so Hanck weiter.

Und dass das Gros der Vereine selbst Signale empfangen hat, zeigt die Resonanz auf den heute beginnenden Schiedsrichter-Anwärterlehrgang in Ottenstein. „Erstmals sind wir ausverkauft“, so „Gastgeber“ Nieland, der sich persönlich und als Vertreter des Kreisvorstandes in der zweiten Serie „deutlich mehr Fair-Play“ wünschte, um sich letztlich auch wieder einmal auf andere wesentliche Dinge konzentrieren zu können.

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