Bei Eintracht schleicht sich Schlendrian ein

Fußball-Landesliga. Eintracht Ahaus

Die Eintracht aus Ahaus wollte noch einmal „alles heraushauen“: Das ist am gestrigen Nachmittag allerdings nur einem kleinen Teil der Mannschaft gelungen.

AHAUS

, 11.12.2016, 20:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torschütze Kai Erning (r.) war einer der wenigen Ahauser Fußballer, der seine Form abrufen konnte.

Torschütze Kai Erning (r.) war einer der wenigen Ahauser Fußballer, der seine Form abrufen konnte.

Letztlich musste die Elf von Trainer Jens Niehues mit einem 2:2-Remis zufrieden sein. Dabei war der Auftakt optimal: Nach nur drei Zeigerumdrehungen hatte Sedat Semer einen Foulelfmeter zur frühen Führung verwandelt. Das verlieh dem Spiel zunächst Sicherheit. Dennis Wüpping hätte nach einem sehenswerten Angriff über die rechte Außenbahn über Andre van den Berg und Maximilian Hinkelmann von der Strafraumgrenze aus erhöhen können (19.). Danach ließ die Eintracht die Zügel ein wenig schleifen, Herbern spürte dies. Mit dem Freistoß von Dennis Hölscher setzte der nun immer forscher auftretende Gast ein erstes Ausrufungszeichen (21.). Das Mittel der ruhenden Bälle von Hölscher sollte später noch zum Tragen kommen. Echte Großchancen blieben in einer schon jetzt sehr zerfahrenen Partie auf beiden Seiten aus.

Womöglich wieder Zugriff auf die Begegnung bekommen hätte Ahaus, wenn van den Berg eine scharfe Eingabe von Hinkelmann besser eingeschätzt hätte (52.). So blieb der Gast im Spiel und übernahm immer mehr das Heft des Handelns. Einen ersten Freistoß von Hölscher drückte Daniel  Krüger unbedrängt über die Linie (68.). Als dann zwei Minuten später Thorben Stratmann mit Gelb-Rot vom Feld musste, schien die Entwicklung vorgezeichnet. Doch der individuellen Klasse von Kai Erning war es zunächst zu verdanken, dass die Partie doch wieder in die gewünschte Bahn laufen sollte: 2:1 (60.).

Die Eintracht konnte daraus aber keine frische Energie mehr ziehen und hatte mehrfach das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.

Vortkamp hält Punkt fest

Eine Minute vor Spielende war es das gleiche Muster wie beim 1:1, das zum verdienten Ausgleich führte: „Joker“ Carlo Bentrup musste bei einem Ball von Möllers nur noch den Kopf hinhalten. Und in der Nachspielzeit hatte Marcel Scholtysik sogar noch den „Lucky Punch“ auf dem Fuß - Torsteher Hendrik Vortkamp hielt aber den Punkt fest. „Bei uns hat sich zur Mitte der ersten Hälfte der Schlendrian eingeschlichen. Den haben wir nicht mehr herausbekommen. Eine Einstellungssache bei vielen“, haderte Niehues im Anschluss.

Eintracht Ahaus - SV Herbern 2:2

Eintracht Ahaus: Vortkamp, Erning (86. Brillert), Hippers, van den Berg, Wüpping, Dücker, Hinkelmann (79. Vennemann), Hemling, Ransmann, Stratmann, Sedat Semer (75. Dayan) – Tore: 1:0 Sedat Semer (3., Foulelfmeter); 1:1 Krüger (56.); 2:1 Erning (58.); 2:2 Bentrup (89.) – Gelb-Rote Karte: Stratmann, Ahaus (58.).

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