Christian Theuring verlässt TuS Wüllen zu einem Ligakonkurrenten

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Anfang Mai noch hatte der TuS Wüllen den Verbleib von Christian Theuring vermeldet. Nun wechselt der schnelle Offensivmann doch den Verein – und zwar innerhalb der Bezirksliga.

Wüllen

, 28.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Genauso wie Christopher Behrendt zählte Christian Theuring zu den Spielern des TuS Wüllen, bei denen in diesem Jahr auch andere Klubs angeklopft hatten. Daher freute sich Ralf Wesker, Sportlicher Leiter des Bezirksligisten, Anfang Mai den Verbleib der beiden Leistungsträger verkünden zu können. Doch jetzt stellte sich heraus: Theuring schließt zur neuen Saison doch einem anderen Klub an – und der ist auch noch Ligakonkurrent der Wüllener. „Er hatte uns ganz klar seine Zusage gegeben“, sagt Ralf Wesker. Die Nachricht habe ihn daher schon sehr gewundert.

So ärgerlich dieser Abgang für den TuS Wüllen, so groß ist die Freude über den Neuzugang beim SV Heek. Dort sitzt bekanntlich mit Rainer Hackenfort der vorherige Spielertrainer des TuS Wüllen am Ruder. „Hacki hat mit mir schon vor der Coronakrise Kontakt aufgenommen, als es so aussah, dass Heek in die Bezirksliga aufsteigt und Wüllen absteigt“, erklärt Christian Theuring. „Denn eigentlich habe ich immer gesagt, dass ich nicht unbedingt gegen Wüllen spielen möchte.“

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Als sich dann der Saisonabbruch anbahnte und damit der Klassenerhalt des TuS, sei der 28-Jährige „hin- und hergerissen“ gewesen, habe sich aber letztlich dafür entschieden, nach über 20 Jahren Fußball beim Heimatklub noch mal etwas Neues auszuprobieren. Entscheidender Faktor sei der Trainer gewesen, der beim TuS eine Erfolgsgeschichte geschrieben hatte. „Ich weiß nicht, wie lange ich noch spielen werde und möchte einfach noch mal die Chance nutzen, mit Hacki zusammenzuspielen und bei diesem Projekt in Heek, wo alle sehr euphorisch sind, dabei sein.“

Dass diese Entscheidung bei den Wüllener Verantwortlichen nicht ganz so prickelnd ankommt, ist Theuring bewusst. „Es ist leider alles ein bisschen unglücklich gelaufen, weil durch Corona eben so lange nicht klar war, wie es weitergeht. Als dann plötzlich in der Zeitung stand, dass ich in Wüllen bleibe, habe ich mich etwas erschrocken, denn das hatte ich nie so klar gesagt“, so Theuring.

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Dennoch gebe es zwischen ihm und seinen ehemaligen Mitspielern kein böses Blut. „Die Jungs können meine Entscheidung nachvollziehen. Jetzt kommen natürlich schon die Sprüche, dass sie die Stahlkappenschuhe anziehen, wenn wir gegeneinander spielen.“

Noch mal zusammen mit Christian Theuring zu spielen, darauf freut sich Rainer Hackenfort: „Ein Spieler, der so viel Qualität mitbringt, tut uns natürlich gut. Damit sind wir in der Offensive für einen Aufsteiger richtig gut aufgestellt.“

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