Christin Nieland: „Ein ganz anderes Niveau“

Handball-Landesliga: Interview zum Saisonstart

Alle Höhen und Tiefen der letzten 15 Jahre hat Christin Nieland bei der DHG Ammeloe/Ellewick miterlebt. Vor dem Start in die neue Landesliga-Spielzeit hat sich Sportredakteur Sascha Keirat mit der 31-Jährigen über die Lage bei der DHG unterhalten.

VREDEN

, 05.09.2017, 18:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Christin Nieland in Aktion: Bereits seit 15 Jahren ist sie in der ersten Mannschaft der DHG am Ball, hier im Derby der Vorsaison beim SuS Stadtlohn.

Christin Nieland in Aktion: Bereits seit 15 Jahren ist sie in der ersten Mannschaft der DHG am Ball, hier im Derby der Vorsaison beim SuS Stadtlohn.

Am Sonntag geht’s in die neue Saison. Was erwarten Sie nach dem Aufstieg von der DHG? Ich bin erst mal guter Dinge, weil wir echt eine super Vorbereitung hinter uns haben. Unser Trainer setzt das Ziel ziemlich hoch an und sagt, dass wir ganz oben mitspielen können. Ich denke, wir sollten erst mal gucken, dass wir uns in der Liga zurechtfinden. Ein Platz im Mittelfeld wäre schon in Ordnung.Können Sie die Gegner in den neuen Klasse eigentlich einschätzen, oder ist die Staffel komplettes Neuland? Komplettes Neuland. Als wir damals in der Landesliga gespielt haben, hatten wir viele Gegner aus Ostwestfalen wie Versmold und Bielefeld. Jetzt fahren wir viel in den Pott und treffen auf Gegner, gegen die ich meiner Zeit bei der Ersten noch nie gespielt habe.In der Vorbereitung standen unter anderem der Dodgeball Beachcup und ein Trainingstag in Holland mit einer Strandeinheit auf dem Programm. Klingt nach viel Spaß neben dem alltäglichen Training … Der Spaß war ganz oben angesiedelt, die Vorbereitung hat unser Trainer richtig gut organisiert. Neben Beachhandball waren wir zum Beispiel auch auf dem Gelände des Swarte Cross Festivals in Holland, wo wir drei Runden über die Motocross-Piste gelaufen sind. Das war echt hardcore, hat aber Spaß gemacht. Ansonsten haben wir auch sehr viele Testspiele gemacht, sind in ganz unterschiedlichen Konstellationen aufgelaufen, was uns als Mannschaft, glaube ich, viel gebracht hat.Sie sind die dienstälteste Spielerin der DHG und waren schon in der letzten Landesliga-Saisonsaison 2010/11 im Kader. Was kommt jetzt auch die Mannschaft zu? Wenn ich an damals denke, weiß ich noch, dass es körperlich deutlich härter zur Sache ging als jetzt in der Bezirksliga. Das Tempo wird höher sein und die Gegner werden härter zupacken. Trotzdem pfeifen die Schiedsrichter nicht jede Kleinigkeit ab. Ich denke, die jungen Spielerinnen bei uns werden sich da noch umgucken, denn die Landesliga ist wirklich noch mal ein ganz anderes Niveau.Sie haben in Ihrer Zeit bei der Ersten schon mehrere Trainer miterlebt. Was zeichnet den aktuellen, Willy Kleinmeulman, aus? Willy ist ein sehr erfahrener Trainer und setzt stark aufs Teambuilding. Ihm ist es wichtig, dass wir Spaß bei der Sache haben. Noch wichtiger als Sieg oder Niederlage. Außerdem führt er viele Einzelgespräche mit uns Spielerinnen. Das finde ich gut, auch wenn er mit seinem holländischen Akzent manchmal etwas schwer zu verstehen ist.Was sind die größten Stärken der Mannschaft und woran muss sie am meisten arbeiten? Unsere größte Stärke ist, dass wir ein echtes Team sind und sehr viel miteinander quatschen. Es ist wichtig, sich über alles auszutauschen und bei uns sind alle kritikfähig genug, um auch Tipps anzunehmen. Im Spiel macht uns vor allem unsere Schnelligkeit stark – sowohl nach vorne als auch nach hinten. Wo wir uns noch steigern können, ist sicher die Abwehr, da könnten wir noch besser zupacken.Wie sehen Sie Ihre Rolle als erfahrenste Spielerin im DHG-Team? Ich möchte schon ein Vorbild für die jungen Spielerinnen sein. Dadurch, dass ich mit der Mannschaft schon einiges erreicht habe, kann sich vielleicht die eine oder andere etwas bei mir abgucken.

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