Comebacker Korthals schießt Vreden an die Spitze und bringt den Kunstrasen zum Kochen

mlzFußball: Westfalenliga

Joker Carlo Korthals gab nach langer Verletzungspause sein Comeback und schoss die SpVgg Vreden an die Tabellenspitze. Ein anderer Vredener war da schon im Krankenhaus.

Vreden

, 01.03.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht mehr viele der Zuschauer am Vredener Kunstrasen hätten in der 85. Minute an einen Sieg der SpVgg gegen den VfL Theesen geglaubt. Doch dann folgten turbulente Minuten, in denen die SpVgg aus einem 0:1 ein 2:1 machte und damit an die Tabellenspitze der Westfalenliga sprang.

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Zum Matchwinner avancierte in dieser verrückten Schlussphase Carlo Korthals. Nach Monaten aufgrund eines Muskelfaserrisses außer Gefecht gab der Vredener mit Beginn der zweiten Halbzeit sein Comeback. In der 87. Minute fasste er sich dann aus der zweiten Reihe ein Herz und jagte den Ball unhaltbar zum 2:1 ins Tor. Seine Mitspieler fingen den jubelnden Torschützen ein und begruben ihn für eine Weile unter sich. „Wenn man ein halbes Jahr lang zuschauen muss, dann tut das schon weh. Umso schöner, wenn es dann so klappt“, sagte Korthals nach dem Schlusspfiff.

Zurück ins Spiel gebracht hatte die Vredener nur eine Minute vor Korthals’ Treffer ein Foulelfmeter. Nach einem Freistoß ging der Theesener Torwart zu wild ins Luftduell mit Nico Ostenkötter – der Schiedsrichter zeigte zu Recht auf den Punkt. Bas Reekers zeigte keine Nerven und verwandelte zum 1:1 (86.).

Der Innenverteidiger war auch am ersten Tor des Nachmittags beteiligt. Nach einem Vredener Ballverlust im Mittelfeld hatte Reekers im Laufduell mit dem schnellen Yatma Wade das Nachsehen und der Stürmer traf ins Eck (12.). Unmittelbar zuvor hatte Marvin Hakvoort die Riesenchance zur Vredener Führung liegen gelassen (11.).

Häufig wurden die Vredener, wie hier Mario Worms (r.), im letzten Moment vor dem Tor gestoppt.

Häufig wurden die Vredener, wie hier Mario Worms (r.), im letzten Moment vor dem Tor gestoppt. © Sascha Keirat

Hakvoort und Theesens Kai-Niklas Janz mussten später nach einem Zusammenprall (19.) mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Auf dem Platz gab es in der Folge wenig Berauschendes zu sehen. Bis zur Schlussphase.

„Ich habe gedacht, wir können noch eine Stunde weiterspielen, ohne ein Tor zu machen“, sagte SpVgg-Trainer Rob Reekers später. „Aber man muss auch mal ein schlechtes Spiel gewinnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie das geschafft hat, weil sie bis zum Schluss dran geglaubt hat.“

SpVgg: Ottink - Niehuis, Reekers, Verwohlt (46. Korthals), Schücker - Kondring (65. Wilkes), Wüpping, Hakvoort (19. Hartmann) - Ostenkötter, Hilgemann, Worms (76. Kouyate)
Tore: 0:1 Wade (12.), 1:1 Reekers (86.), 2:1 Korthals (87.)
Zuschauer: 120

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