Debüt endet vor einem Baum

Motorsport in der Region

LEGDEN / KREIS Gute 50 Kilometer währte das internationale Debüt für Rallye-Pilot Martin Heeks (Legden) und seinen Co-Piloten André Reers (Schöppingen): Auf dem matschigen Untergrund der sechsten Wertungsprüfung beendeten eine Schleuderpartie und ein Frontal-Zusammenstoß mit einem Baum die Premiere bei der Euregio-Rallye in Hengelo.

von Von Bernhard Mathmann

, 09.11.2009, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf einem Wirtschaftsweg irgendwo zwischen Haaksbergen und Hengevelde wurden die Rallye-Pläne der beiden 22-jährigen Neueinsteiger jäh gestoppt: Bei regnerischem Wetter und vorherfahrenden 70 Teilnehmern hatte sich die Fahrbahn in eine einzige matschige Rutschbahn verwandelt, die weitere "Opfer" forderte.

Gegen 22 Uhr erhielt Bruno Hamm (Legden), Chef des "HLG-Motorsport"-Teams, die Nachricht vom Unfall seiner Schützlinge. "Das Auto sah nicht gut aus, aber den beiden Fahrern ist gar nichts passiert - dank des stabilen Sicherheitskäfigs", berichtet der Teamleiter. Schade sei allerdings der Umstand, dass Heeks und Reers bei der Euregio-Rallye nicht mehr in den "Genuss" des zweiten Renntages im Industriegebiet von hengelo gekommen seien, fand Hamm.

In der Winterpause werde der Ford Focus neu aufgebaut, erklärte Hamm: "Dem ersten Augenschein nach ist der Motor trotz abgerissener Halterungen heil geblieben."

Auch die zweite Premiere innerhalb des Legden-Heek-Gescheraner Motorsportteams endete unvorhergesehen früh: Der neu aufgebaute Ford Fiesta ST 150 von Jens Flüeck (Heek)/Frank Feimann (Legden) sorgte in fünf Wertungsprüfungen für Aufsehen: Mit sattem Sound bewältigte das 240-PS-Fahrzeug seine ersten Rallyekilometer problemlos. "Die Schaltung ist doch noch sehr gewöhnungsbedürftig. Da sind noch etliche Trainingskilometer nötig", meinte Flüeck am Samstag beim ersten Service-Stopp.

Nicht so sehr die Sequential-Schaltung bereitete Probleme, sondern die Antriebswellen: Sie hielten dem kraftvollen Antrieb des Zwei-Liter-Aggregats nicht mehr stand. "Das hatten wir schon befürchtet. Aber wir hatten eben auch gehofft, dass es klappen könnte", meinte Hamm. Noch in der Nacht waren die Wellen in Heek geschweißt und am frühen Sonntag wieder eingebaut worden. Aber: Gleich in der ersten Prüfung am Sonntag scherten die Wellen erneut ab.

"Die Saison ist ohnehin zu Ende. Also haben wir jetzt genügend Zeit, dieses Problem zu beheben. Nächste Saison greift der Fiesta an", zeigte sich Bruno Hamm sehr zuversichtlich.

bernhard.mathmann@muensterlandzeitung.de 

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