DHG-Team trainiert weiterhin zusammen, jetzt aber online

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Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Um den Trainingsbetrieb nicht komplett einstellen zu müssen, haben die Handballerinnen der DHG eine neue Methode für sich entdeckt.

Vreden

, 24.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeden Mittwoch um 19.15 Uhr steht bei den Bezirksliga-Frauen der DHG Ammeloe/Ellewick eine Trainingseinheit in Sachen Kraft und Ausdauer an. Das war schon vor der Corona-Krise so, und das ist auch weiterhin so. Was unter normalen Umständen in der Hamalandhalle oder bei gutem Wetter unter freiem Himmel passiert, findet jetzt übers Internet statt.

Der Vredener Fitnesstrainer Moritz Buchheister, der auch sonst die Mittwochseinheit der Handballerinnen leitet, hat ihnen das Online-Training vorgeschlagen. „Ich habe auch schon vorher Online-Kurse angeboten für Kunden, die nicht immer vor Ort sein können. Insofern ist das für nicht komplett neu. In einer größeren Gruppe ist das jetzt aber schon ein bisschen anders“, erzählt der 37-Jährige.

Normales Handballtraining ist derzeit nicht möglich bei der DHG Ammeloe/Ellewick. Doch das Team hat einen Ersatz gefunden.

Normales Handballtraining ist derzeit nicht möglich bei der DHG Ammeloe/Ellewick. Doch das Team hat einen Ersatz gefunden. © Raphael Kampshoff

Bei der DHG haben bislang bis zu 20 Spielerinnen am Internet-Training über die App „Zoom“ teilgenommen. „Moritz schickt vor dem Training den Link rum, über den wir uns einloggen können und dann sehen und hören wir einander“, erklärt DHG-Kapitänin Samira Ullah. „Es tut gerade jetzt gut, wo die meisten viel zu Hause sind, regelmäßig bekannte Gesichter zu sehen und sich dann nach dem Training auch noch so ein bisschen zu unterhalten.“

Ein Faktor, der auch für Moritz Buchheister seine Vorteile hat. „Natürlich könnte sich jeder auch einfach ein Youtube-Video anschauen und die Übungen zu Hause nachmachen. Aber auf diese Weise ist noch ein persönlicher Kontakt da und ich kann bei einer Übung wenn nötig korrigierend eingreifen und Tipps geben. Außerdem hat man auch einen festen Termin in der Woche.“

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Das spezifische Handballtraining bleibt zwar momentan weitgehend auf der Strecke, doch zumindest fithalten können sich die DHG-Spielerinnen auf diese Weise. „Man braucht nichts außer seinen Körper und vielleicht ein Handtuch. Die Übungen kann jeder in seinem Wohnzimmer oder wo auch immer mitmachen.“

Und kommt in so einer großen Gruppe nicht mal Unruhe auf? „Notfalls ich kann ich einfach auf stumm schalten, sodass nur ich zu hören bin“, sagt Moritz Buchheister.

„Unser Trainer findet das total gut“

Das Training will die DHG auch auf weitere Mannschaften im Verein ausweiten. „Unser Trainer findet es total gut, dass wir uns auf diese Weise fithalten“, erklärt Samira Ullah.

Und auch Moritz Buchheister komme in der Corona-Krise insgesamt ganz gut über die Runden, wie er sagt. „Ich kann mich wirklich nicht über mangelnde Aufträge beklagen - solange das Internet nicht weiter gedrosselt wird...“

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