Die kurze Pause nutzen

Fußball-Kreisliga A: Vorbereitung

Von einem Extrem ins andere heißt es für viele Fußballer in den hiesigen Amateurligen. Nachdem ihnen in der Winterpause des Vorjahres noch satte 14 spielfreie Wochenenden zur Verfügung standen, sind es in diesem Winter für viele nur noch acht – und damit genauso viele wie etwa bei den Profis in der 2. Bundesliga.

KREIS

, 12.01.2016, 10:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der SC Südlohn, hier Patrick Olthoff (M.), hat genauso wie GW Lünten mit Niklas Beuting (l.) und Christopher Hilbring nur sieben Wochen fußballfreie Zeit in diesem Winter.

Der SC Südlohn, hier Patrick Olthoff (M.), hat genauso wie GW Lünten mit Niklas Beuting (l.) und Christopher Hilbring nur sieben Wochen fußballfreie Zeit in diesem Winter.

Diese sehr kurze Winterpause gilt für alle Ligen mit 18 Mannschaften. Neben der Oberliga Westfalen betrifft das in dieser Spielzeit auch die Kreisligen A und B. In dieser Woche nehmen daher die meisten Mannschaften dieser Ligen die Vorbereitung auf die restliche Saison auf. Bereits gestern Abend legte Oberligist SuS Stadtlohn los, der wahrscheinlich schon am Karnevalswochenende sein erstes Spiel 2016 absolvieren wird. Damit stünde eine Winterpause von nur sieben Wochen zu Buche.

Ein ebenso kurzes Zeitfenster bleibt für die A-Ligisten GW Lünten und SC Südlohn sowie B-Ligist 1. FC Oldenburg, die jeweils ihr letztes Spiel 2015 am Wochenende vor Weihnachten hatten und laut Spielplan schon am 6. Februar wieder zu Pflichtspielen auf dem Platz stehen sollen.

Keine Hallenturniere

Aufgrund dieser kurzen Vorbereitungszeit hat der SC Südlohn, der wegen der Relegationsspiele vergangenen Sommer schon kaum eine Pause hatte, im Vergleich zu vielen Ligakonkurrenten in diesem Winter an keinem Hallenturnier teilgenommen. Trainer Peter Ellermann: „Die Spieler sollten auch mal drei, vier Wochen die Füße hochlegen.“

Anders sieht das bei GW Lünten aus: Der Verein hat bereits den Volksbank-Cup ausgerichtet und ist auch Veranstalter der Vredener Stadtmeisterschaft am kommenden Samstag. Das Lüntener Training, das heute beginnt, ist aber ganz klar auf die Freiluftsaison ausgerichtet, wie Trainer Jörg Bengfort sagt. „Die extrem kurze Vorbereitungszeit, die wir haben, müssen wir bestmöglich nutzen, in der Halle lassen wir daher viele unserer A-Junioren spielen“, so der Trainer des Tabellen-14..

Keine Zeit verlieren will auch A-Ligist FC Oeding, der besonders früh wieder ins Training eingestiegen ist. Übungsleiter Thomas Ring bat seine Kicker schon am vergangenen Donnerstag wieder auf den Platz. Für den heutigen Abend ist bereits das erste Testspiel beim B-Ligisten FC Marbeck (Kreis Recklinghausen) angesetzt. „Mal sehen, ob es auf deren Ascheplatz stattfinden kann“, so Ring, der beim aktuellen Wetter eher skeptisch ist.

Zur Not laufen gehen  

Das Winterwetter stellt besonders die Klubs jeden Winter erneut vor eine Herausforderung, die ausschließlich über Naturrasenplätze verfügen – wie auch die Oedinger, die Lüntener oder der FC Oldenburg. Hier ist Organisation gefragt, um etwa die begehrten Zeiten in den wenigen Soccerhallen der Region zu ergattern. Die Ahauser Vereine haben zudem die Möglichkeit, den Kunstrasen im Stadtpark zu nutzen.

Ansonsten bleiben das Ausweichen auf Turnhallen, andere Sportangebote wie Schwimmen oder Fitnesstraining. Sind all diese Möglichkeiten erschöpft, bleibt immer noch die günstigste, aber bei Spielern wenig beliebte Variante: laufen gehen.

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