Die Null steht beim SuS

Fußball-Kreisliga A-Nachspiel

28 Gegentore in 28 Spielen: Mit dieser beeindruckenden Bilanz wartet Fußball-Kreisligist SuS Legden auf. Wobei diese „Rechnung“ leicht hinkt: Denn 14 Mal stand beim Team um Spielertrainer und Torhüter Christian Wissing die Null.

LEGDEN

, 01.06.2015, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torwart und Trainer Christian Wissing verlässt den SuS legden nach der Saison.

Torwart und Trainer Christian Wissing verlässt den SuS legden nach der Saison.

Der Meinung einiger seiner Trainer-Kollegen, der SuS würde sehr destruktiv spielen, hält Wissing entgegen: „Jede Mannschaft baut auf ihre Stärken – und unsere Stärken liegen eindeutig im Defensivbereich.“ Er würde im Übrigen wohl auch viel lieber offensiver agieren – aber: „Uns fehlen einfach die Alternativen, wenn wir über lange Strecken hinweg ein halbes Dutzend Stammspieler ersetzen müssen“, gibt Wissing zu bedenken.

Als erfahrener Torhüter mit Ober- und Verbandsligaerfahrung hat Wissing sicher einen maßgeblichen Anteil an dem Bestwert bei den Gegentreffern in der Kreisliga. Der Spielertrainer aber wiegelt ab: „Entscheidend ist es doch, wie die Vorderleute gestellt sind. Bei uns weiß ein Jeder, was er zu tun hat. Das ist sicher eine unserer Stärken.“ Und die jungen SuS-Spieler, die erst an die Defensivaufgaben herangeführt werden mussten, weil die gestandenen Verteidiger wie Thomas Terwey, Kapitän Thorsten Höing oder auch zu Saisonbeginn Christian Fier nicht zur Verfügung standen, hätten enorme Fortschritte gemacht.

So etwa Louis Feldhaus, der aus dem Mittelfeld in die Innenverteidung an die Seite des Leistungsträgers Andre Melka rückte. Oder Patrick Franke und Frank Schulz, die ihre Aufgaben auf den Außenverteidiger-Positionen mehr und mehr verinnerlicht haben.

Jugend rückt nach

Nicht zuletzt seien es die drei A-Junioren Christoph Matschke, Matthias Schonnebeck und Leon Nobis, die ihre ersten und viel versprechenden Schritte in der Kreisligamannschaft absolviert haben. „Ihnen gehört beim SuS die Zukunft. Und mit ihnen sowie mit den zur nächsten Saison zurückkehrenden Langzeitverletzten gewinnen wir deutlich an Qualität“, wirft Wissing bereits einen Blick voraus.

Zurzeit aber freut er sich über den Lauf, den seine Elf zuletzt in vier Spielen in Folge auf die Plätze legte: Drei Siege und ein Unentschieden haben den SuS auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern lassen. Noch mehr beeindruckt dabei aber die Bilanz von Wissing und seinen Vorderleuten: Seit 360 Minuten hat das Team kein Gegentor mehr hinnehmen müssen. Und damit ist die Zahl der Spiele, in denen die „Null steht“, auf 14 gestiegen.

„Feine Bilanz“

„Das ist schon eine feine Bilanz. Aber: Sie hilft uns nicht viel, wenn wir in der Offensive nur wenig zu bestellen haben“, erklärt Wissing, wissend, dass die 25 erzielten Saisontore den SuS in der Liga neben Absteiger FC Epe II ganz unten in der Rangliste ansiedeln lassen.

„Wir haben vor zwei Jahren gewusst, dass wir mit der jungen Mannschaft einen ganz schweren Weg vor uns haben. Unser gemeinsames Ziel hieß damals ebenso wie heute: die Mannschaft mit eigenen Spielern mittelfristig nach vorn bringen“, betont Wissing, der auch über diese Spielzeit hinaus beim SuS Legden tätig bleiben wird.

Vorrangig aber peilt er mit seinem Team in den beiden restlichen Saison-Aufgaben – am 7. Juni gegen Fortuna Gronau und am 14. Juni bei GW Lünten – die Fortsetzung des aktuellen Erfolgslaufs an. Und er will alles daran setzen, dass auch weiterhin „die Null steht“.  Bernhard.Mathmann@mdhl.de

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