„Dieses Kribbeln ist schon da“: Erstes Oberligaspiel der SpVgg Vreden

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Mit dem Duell gegen Eintracht Rheine startet die SpVgg Vreden in die neue Saison. Die Spielklasse heißt erstmals Oberliga. Die Stimmung rund ums Hamalandstadion könnte kaum besser sein.

Vreden

, 05.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Kreispokalsieg am vergangenen Wochenende hat sich die SpVgg noch den letzten Schub für den Start in die Oberliga geholt. Die Vorfreude auf das Abenteuer in der fünften Liga könnte größer kaum sein. Die erste Partie in dieser Spielklasse bestreiten die Blau-Gelben am Sonntag um 15 Uhr im Hamalandstadion gegen den FC Eintracht Rheine.

Wie es um die Gefühlslage in der Kabine in dieser Woche bestellt gewesen ist, beschreibt Trainer Engin Yavuzaslan so: „Dieses Kribbeln im Bauch, das du als Fußballer vor so einem Spiel hast, ist bei uns allen schon seit Tagen da. Auch der Adrenalinspiegel steigt langsam.“

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Für den Trainer selbst ist die Oberliga kein Neuland, als Spieler bestritt er dort über 150 Partien. Auch einige der aktuellen Vredener Akteure haben Erfahrungen in dieser Klasse gesammelt. Niklas Hilgemann, Bas Reekers, Timo Grabowsky oder auch Tim Schücker, der das Team am Sonntag voraussichtlich als Kapitän aufs Feld führen wird. Denn Jannik Enning und Niklas Niehuis, die Spielführer Nummer eins und zwei, werden laut Yavuzaslan ebenso verletzt ausfallen wie Bas Reekers und Raul Völkering.

Dass damit wichtige Defensivspieler fehlen, will der Coach keinesfalls als Alibi geltend machen. „Ich vertraue all meinen Spielern. Wir sind gut vorbereitet und wollen gleich im ersten Spiel zeigen, dass wir unser Stadion zu einer Festung machen wollen. Egal wie der Gegner heißt.“

Nico Ostenkötter und die SpVgg starten am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Rheine in die Oberliga-Saison.

Nico Ostenkötter und die SpVgg starten am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Rheine in die Oberliga-Saison. © Sascha Keirat

Der heißt in diesem Fall Eintracht Rheine, belegte im Vorjahr Rang vier und geht nach dem Wiederaufstieg 2013 in seine achte Oberliga-Saison am Stück. „Rheine ist schon ein Oberliga-Dino, da erwartet uns ein harter Brocken, eine robuste Mannschaft“, sagt Yavuzaslan. Respekt ja, aber Angst? Keinesfalls. „Die sollen nach unserer Musik tanzen und nicht umgekehrt“, stellt der Coach klar.

Auf ein bestimmtes Spielsystem will er sich dabei nicht festlegen mit seiner Mannschaft, die er zum 1. Juli offiziell übernommen hat. „Davon bin ich kein Freund. Die Spieler sollen immer variabel agieren und je nach Situation auch selbst im Spielverlauf entscheiden.“ Grundsätzlich hat er sehr positive Eindrücke von seinen neuen Spielern gewonnen, wie der 39-Jährige sagt. „Die Jungs sind schnell aufnahmefähig und wollen sich verbessern. Das ist auch wichtig, denn in der Oberliga weht ein anderer Wind als in der Westfalenliga.“

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In dieser hatte die SpVgg zuletzt neun Saisons lang gespielt, ehe durch die Herbstmeisterschaft in der abgebrochenen „Corona-Saison“ unter Trainer Rob Reekers der erstmalige Oberliga-Aufstieg geglückt ist. Der Kader ist weitgehend zusammengeblieben, mit Lars Ivanusic (GW Nottuln) Maximilian Hinkelmann (Eintracht Ahaus), Timo Grabowsky (SG Coesfeld), Tom Breuers (Preußen Münster A-Junioren) sowie Bugra Günes und Felix Mensing (beide A-Junioren) sind sechs Neue dabei. Claudio Vieira Martins, der eigentlich zur SpVgg zurückkehren wollte, hat sich im Laufe der Vorbereitung aus beruflichen Gründen wieder abgemeldet.

Trainer Engin Yavuzaslan (o.M.) mit seinen Neuzugängen Timo Grabowsky, Felix Mensing (o.v.l.) sowie Maximilian Hinkelmann und Tom Breuers (u.v.l.). Es fehlen Bugra Günes und Lars Ivanusic.

Trainer Engin Yavuzaslan (o.M.) mit seinen Neuzugängen Timo Grabowsky und Felix Mensing (o.v.l.) sowie Maximilian Hinkelmann und Tom Breuers (u.v.l.). Es fehlen Bugra Günes und Lars Ivanusic. © SpVgg Vreden

Nun freuen sich die Vredener auf das erste Heimspiel in der neuen Spielklasse. 50 der insgesamt 300 verfügbaren Tickets sind nach Rheine gegangen, die restlichen erhalten Vredener Zuschauer, die beim Auftakt dabei sein wollen. Informationen zur Karten-Vorbestellung gibt es auf der Facebookseite der SpVgg

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