Doppelpacker Tiago Fernandes: Wie Phönix aus der Asche

mlzFußball-Kreisliga A

Nach einem Jahr Fußballpause schnürte der 31-Jährige zum Saisonauftakt gleich einen Doppelpack. Wir haben beim Stadtlohner nachgefragt, wie das möglich war.

Stadtlohn

, 14.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das nennt man einen Einstand nach Maß: Über ein Jahr lang hatte Tiago Fernandes nicht mehr regelmäßig Fußball gespielt. Bei seinem ersten Ligaeinsatz nach dem Wechsel zum SuS Stadtlohn II traf er am Dienstag direkt doppelt. Der Portugiese sieht bei sich selbst aber noch Luft nach oben.

„Ich habe gestern gezeigt, dass ich doch noch nicht so alt bin, wie viele gedacht haben“, so der 31-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit der Münsterland Zeitung augenzwinkernd. Dass er das Torschießen nach so langer Abstinenz nicht verlernt hat, bewies er mit seinen beiden Treffern beim 3:1-Auftaktsieg gegen den FC Epe II nach Zuspielen von Markus Schmittmann-Wehning und Jannik Feldmann. Nach seinem zweiten Treffer wurde er dann in der 62. Minute ausgewechselt. „Das wurde auch Zeit“, sagt Fernandes. „Die Kondition ist noch nicht ganz da, wo sie sein sollte, so ehrlich muss ich sein.“ Dennoch sei Trainer Franz-Josef Becking zufrieden mit ihm gewesen – „auch wenn natürlich noch Luft nach oben da ist“.

Zurück zu den Wurzeln

Mit dem Wechsel zum SuS ist Tiago Fernandes zurück zu seinen Wurzeln gekehrt. Dort begann er im Jahr 2000, als er gerade nach Deutschland gekommen war, mit dem Kicken in der neuen Heimat – schon damals unter Trainer Becking. 2010 ging es dann in die B-Liga zum FC Vreden, in der folgenden Saison zur DJK Stadtlohn und nach einem halben Jahr Pause dann zum TSV Ahaus, mit dem der Aufstieg in die Kreisliga A gelang. Diesen Erfolg wiederholte er mit der DJK Stadtlohn danach gleich zweimal, 2016 und 2018. 2016 wurde er zudem Sieger des Fairplay-Preises im Verband Westfalen. „In der letzten Aufstiegssaison habe ich dann schon ab der Winterpause nur noch ausgeholfen und nach der Saison dann aus beruflichen Gründen ganz aufgehört“, erklärt Fernandes.

Doppelpacker Tiago Fernandes: Wie Phönix aus der Asche

© privat

Als Schlosser bei Schmitz Cargobull habe er immer sonntags Urlaub nehmen müssen, um Fußball spielen zu können, „das ist dann auch mit der Familie schlecht zu vereinbaren“. Aktuell verhindert der Schichtdienst zwar regelmäßiges Training, doch Fernandes ist sich sicher, dem SuS beim Erreichen eines Platzes in der oberen Tabellenhälfte helfen zu können.

Das erste Pflichtspiel hat diese Ansage untermauert. Dabei stellt der Offensivmann klar: „Der gute Auftakt war natürlich nicht nur mein Verdienst, die ganze Mannschaft hat das super gemacht.“

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