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Dramatik pur: SuS II nach Elfmeterkrimi Bezirksligist

Fußball: Entscheidungsspiel gewonnen

Was für ein Fußballabend in Dülmen?! In einem dramatischen Entscheidungsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg behielt der SuS Stadtlohn II am späten Donnerstagabend das bessere Ende für sich und darf sich nach dem 6:4-Sieg im Elfmeterschießen gegen Union Lüdinghausen Bezirksligist nennen.

STADTLOHN

, 02.06.2016, 23:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dramatik pur: SuS II nach Elfmeterkrimi Bezirksligist

Für den Aufstiegsjubel sammelten die SuSler nach 120 Minuten plus Elfmeterschießen noch einmal ihre Kräfte.

Beinahe 22.30 Uhr war es schon, da sammelten die SuSler ihre letzten Kräfte für den Aufstiegsjubel. Die gefeierten Männer auf SuS-Seite waren zum einen Torwart Timo Averhage, der im Elfmeterschießen gleich zwei Lüdinghausener Versuche pariert hatte, und zum anderen Mario Schriever, der mit dem fünften Stadtlohner Versuch für die Erlösung sorgte. Und natürlich Aufstiegstrainer Franz-Josef Becking. "Solche Spiele brauche ich mit meinen 60 Jahren nicht mehr jede Woche", sagte Becking überglücklich. Trotz des fulminanten Spielverlaufs sei er allerdings nicht allzu nervös gewesen. "Ich habe zu jeder Zeit fest an meine Mannschaft geglaubt. Heute hat sie sich den Lohn geholt für die Arbeit der letzten zwei Jahre. Ein großes Kompliment."  

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Um diesen Lohn musste der SuS allerdings zwischenzeitlich ernsthaft fürchten. Nachdem die erste Hälfte der Partie, die wegen starker Regenfälle mit 40-minütiger Verspätung angepfiffen wurde, so gut wie keinen Höhepunkt zu bieten hatte, schaukelte sich das Geschehen nach der Halbzeitpause hoch und riss die fast 700 Zuschauer komplett mit. Zunächst sahen die Stadtlohner nach einem Doppelschlag wie die sicheren Sieger aus. Nach einem hervorragenden langen Pass von Stephan Buß zeigte Andre van den Berg im Strafraum seine Klasse, ließ einen Verteidiger stehen und schoss zum 1:0 ins kurze Eck ein (51.). Nur zwei Minuten später setzte sich Kevin Bockhorn stark über die linke Seite durch und servierte Jens Büsker im Zentrum maßgenau das 2:0. 

Der Wahnsinn ist perfekt  

Danach verteidigte der SuS seinen Vorsprung gegen lange Zeit harmlose Lüdinghausener erfolgreich. Bis in die Schlussphase hätte wohl keiner der Zuschauer mehr einen Pfifferling auf Union gesetzt. Doch der Coesfelder Meister zeigte Kampfgeist und fand tatsächlich noch ins Spiel zurück. Nach einem  Latten-Kopfball von Markus Rips jagte Robert Mainka den Ball zum Anschluss in die Maschen (86.). Das gab den Rot-Schwarzen Auftrieb und nur zwei Minuten später tauchte Rips nach hoher Hereingabe frei vor Averhage auf und traf zum Ausgleich. Der Wahnsinn war perfekt. 

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In der Verlängerung bei einbrechender Dunkelheit ging nun auch das Publikum mit. Die Stadtlohner drückten in der ersten Hälfte auf das 3:2, das aber weder Martin Arends noch Luca Ehler mit ihren Chancen gelang. Körperlich am Ende bestritten beide Teams die letzten 15 Minuten der Partie, ehe es ins Elfmeterschießen ging. Auch hier machte es der SuS spannend, indem den ersten Elfmeter vergab. Doch gleich danach parierte Averhage ein erstes Mal und leitete damit den unterm Strich verdienten SuS-Sieg ein. 

 

SuS Stadtlohn II - Union Lüdinghausen 6:4 n.E. SuS Stadtlohn II: Averhage - Buß (64. Hornhues), Melka, Brillert, M. Schriever, Rickhof (78. Arends) - Hippers, Schmittmann-Wehning, Büsker, van den Berg - Bockhorn (74. Ehler)Tore: 1:0 van den Berg (51.); 2:0 Büsker (53.); 2:1 Mainka (85.); 2:2 Rips (88.)Elfmeterschießen: Arends scheitert am Höning, K. Coerdt scheitert an Averhage, Brillert trifft, Sander trifft, Melka trifft, R. Coerdt scheitert an Averhage, Ehler trifft, Görlich trifft, Schriever trifft

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