Eigentor-Festival bei Twente-Pleite in Alkmaar

Fußball

Der FC Twente aus Enschede hat in der niederländischen Fußball-Ehrendivision erneut einen Rekord gebrochen, über den er sich nicht freuen kann. Und dabei eine deutliche Pleite erlitten.

Enschede

von Daniel Buse

, 14.03.2021, 11:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
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Keinen guten Auftritt zeigte der FC Twente in Alkmaar. © fctwentemedia

Kurz nach dem Jahreswechsel stellte der FC Twente mit fünf Heimniederlagen in Folge noch eine Negativ-Bestmarke aus Sicht des Klubs aus, nun war er bei der 1:4 (1:3)-Niederlage beim Tabellendritten AZ Alkmaar mit dafür verantwortlich, dass sogar ein Liga-Rekord fiel: Denn im ersten Durchgang leisteten sich beide Teams insgesamt drei Eigentore, was zuvor noch nie passiert war. Für zwei der Treffer ins eigene Netz waren die Enscheder verantwortlich.

Die Laune von Twente-Trainer Jans war nach dem ersten Saisonspiel, in dem seine Mannschaft mehr als drei Tore kassiert hatte, verständlicherweise nicht gut. „Wir haben naiv gespielt und waren nicht bei 100 Prozent“, lautete sein Urteil nach dem vor allem vor der Pause ganz schwachen Auftritt seiner Truppe.

Früher Rückstand

Bereits in der vierten Minute ging AZ in Führung: Myron Boadu vollendete eine tolle Kombination der Hausherren aus fünf Metern. Bereits in dieser Szene zeigte sich das Problem der Enscheder: Sie wollten – wie gewohnt – den Gegner mit ihrem Pressing früh unter Druck setzen, aber die spielstarken Alkmaarer ließen sich davon nicht beeindrucken und fanden immer wieder den freien Mann. „AZ hat sich einfach durchgespielt“, beklagte Jans das, was auch beim zweiten Tor zu sehen war.

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Alkmaars Kapitän Teun Koopmeiners, eigentlich im defensiven Mittelfeld zu Hause, tauchte überraschend auf dem rechten Flügel auf. Seine Hereingabe lenkte Twentes Dario Dumic vor dem lauernden Boadu ins eigene Netz (22.). Den Verteidiger traf am unglücklichen Treffer keine große Schuld – im Gegensatz zu Twente-Keeper Joel Drommel beim 0:3: Der Torhüter schaufelte einen harten und flachen Freistoß von Koopmeiners von der Torauslinie selbst in den Kasten (34.).

„Nach dem 0:2 haben mir der Willen und die Aggressivität gefehlt“, kritisierte Twente-Coach Jans. Bis auf eine Schusschance für Queensy Menig (17.) bekam er von seinem Team in der Offensive nichts geboten. Für das Enscheder Tor sorgte Alkmaars Albert Gudmundsson, der eine Ecke mit dem Knie ins eigene Tor beförderte (40.).

Steigerung kommt zu spät

Nach der Pause steigerte sich Twente aber. Mit der Hereinnahme von Routinier Wout Brama stabilisierte sich das Mittelfeld, die Gäste standen kompakter und verzichteten auf ihr Pressing. Sie kamen zu kleineren Gelegenheiten für Danilo (55.) und Tyronne Ebuehi (65.) in der nun ausgeglichenen Partie, aber das Tor, das das Spiel noch einmal spannend hätte machen können, fiel nicht.

„Erst in der zweiten Hälfte stimmte die Organisation auf dem Platz“, meinte Jans. Mit dem 4:1 der Alkmaarer, das Teun Koopmeiners auf Hacken-Vorlage von Jesper Karlsson erzielte (78.), war alles entschieden.

AZ Alkmaar: Bizot – Svensson (84. Sugawara), Letschert, Martins Indi, Wijndal – Reijnders (84. Goudmijn), Gudmundsson (67. de Wit), Koopmeiners – Stengs, Boadu, Karlsson (82. Aboukhlal).
FC Twente: Drommel – Ebuehi, Dumic, Pierie, Oosterwolde – Zerrouki (74. Ilic), Roemeratoe (46. Brama), Bosch – Narsingh, Danilo, Menig (61. Issah).
Tore: 1:0 Boadu (4.), 2:0 Eigentor Dumic (22.), 3:0 Eigentor Drommel (34.), 3:1 Eigentor Gudmundsson (40.), 4:1 Koopmeiners (78.).

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