Ein Langstreckler läuft rückwärts

Leichtathletik: 49. Vredener Volkslauf

Die Vorbereitungen für den TV-Volkslauf sind abgeschlossen und die Veranstalter hoffen auf große Starterfelder. Auch wenn es teilweise rückwärts geht.

Vreden

, 20.02.2018, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Große Teilnehmerfelder erwarten die Organisatoren beim 49. Vredener Volkslauf.

Große Teilnehmerfelder erwarten die Organisatoren beim 49. Vredener Volkslauf. © Johannes Kratz

Der Countdown läuft. Am Samstag um 12.45 Uhr fällt beim 49. Volkslauf des TV Vreden der erste Startschuss. Dann gehen die Jungen und Mädchen beim Kindergartenlauf auf der Aschenbahn des Widukindstadions in Vreden an der Schulstraße ihr Rennen an.

Um 13 Uhr machen sich die Teilnehmer beim Fünf-Kilometer-Lauf auf den amtlich vermessenen Rundkurs. Der frühe Start hat für die Langstreckler den Vorteil, dass sie nach kurzer Regeneration auch noch über 10 oder 21 Kilometer starten können.

„Alles läuft nach Plan“, sagt Christa Blömker. Sie organisiert mit ihrem Mann Siggi und etlichen Helfern seit etwa acht Jahren den Volkslauf. „Wir haben schon mehr als 500 Voranmeldungen. Die Wettervorhersage ist gut. Viele Läufer entscheiden sich erfahrungsgemäß erst vor dem Lauftermin zu einem Start.“

In diesem Jahr nutzen die Vredener ein neues Zeitmesssystem mit in den Startnummern integrierten Chips. „Wir haben die Anlage erst vor einer Woche vom Verband erhalten, das ist für unser EDV-Team eine neue Herausforderung.“

Zum ersten Mal wird beim Volkslauf auch ein Rückwärtsläufer antreten. „Es gab eine Startanfrage für den Halbmarathonlauf und wir haben zugesagt“, so Blömker weiter.

Der Läufer heißt Klaus Arping, ist 53 Jahre alt und startet für die Lauffreunde Wesel. „Ich laufe schon über 15 Jahre lange Strecken von fünf Kilometern bis hin zum Marathon“, sagt Arping im Gespräch. „Vor zwei Jahren habe ich bei der Retro-WM in Essen den Rückwärtslauf über fünf Kilometer ausprobiert und bin dabei geblieben.“

Training für die WM

Im Moment bereitet sich Arping auf die Retro-WM in Bologna in Italien vor. Dabei werden vom 100-Meter-Lauf bis zum Marathon alle Strecken rückwärts gelaufen. „Da will ich beim Halbmarathon starten. Diese Distanz bin ich im Wettbewerb noch nie gelaufen“, erklärt der Langstreckler. „Im Training absolviere ich zurzeit pro Woche 40 Kilometer vorwärts und 30 Kilometer rückwärts.“

Für den Start in Vreden hat sich Arping in etwa eine Zeit von 2:12 Stunden vorgenommen. „Und ich will nicht als letzter Starter zurück ins Stadion kommen.“