Ein Stadtlohner übernimmt vom Ex-Profi: Hendrik Maduschka wird Trainer beim SV Gescher

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16 Jahre war Hendrik Maduschka beim SuS Stadtlohn als Trainer aktiv. Vornehmlich im Jugendbereich. Nun tritt er seine erste Senioren-Trainerstelle an – und dies beim Ligakonkurrenten.

Stadtlohn

, 12.12.2019, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch ist er als U14-Trainer am DFB-Stützpunkt Ahaus/Coesfeld in Hochmoor tätig – ab Sommer rückt er dann zu den Senioren auf. Hendrik Maduschka, über 16 Jahre als Trainer vor allem im Jugendbereich beim SuS Stadtlohn aktiv, besetzt zum 1. Juli 2020 die Trainerstelle beim Bezirksligisten SV Gescher.

Beim Klassenkonkurrenten und Nachbarn der ersten Mannschaft des SuS Stadtlohn tritt der Stadtlohner seinen ersten hauptverantwortlichen Trainerposten bei den Senioren an. Er folgt auf den Ex-Profi Frank Schulz, der dann vier Jahre das Zepter beim Fusionsklub geführt haben wird.

Westfalenligaaufstieg mit der A-Jugend

Erfahrung bringt der 34-Jährige trotz seiner jungen Jahre reichlich mit. Mit 15 Jahren begann der Lehrer an der Sekundarschule Vreden seine Trainerlaufbahn, 16 Spielzeiten war er – wie gesagt – fortan als Jugendtrainer beim SuS tätig. Höhepunkt war gewiss der Westfalenliga-Aufstieg mit den A-Junioren 2016.

Ein Stadtlohner übernimmt vom Ex-Profi: Hendrik Maduschka wird Trainer beim SV Gescher

Der Sportliche Leiter Markus Schütte (l.) und der SV-Vorsitzende Markus Lammerding (r.) sehen in Hendrik Maduschka einen "fantastischen Trainer". © Frank Wittenberg

Eineinhalb Jahre stand er dann als Co-Trainer am Seitenrand der SuS-Senioren in der Ober- und Westfalenliga. Seine Mannschaft am Stützpunkt hat er nun über seinen Abschied zum Saisonende informiert.

Erste Erfahrungen als Co-Trainer

Von den Vereinsverantwortlichen beim SV Gescher wird Maduschka mit reichlich Vorschusslorbeeren ausgestattet. „Wir haben einen fantastischen Trainer gefunden“, freut sich der SV-Vorsitzende Markus Lammerding, während der Sportliche Leiter Markus Schütte, einst selbst für den SuS Stadtlohn am Ball, die Einschätzung etlicher Außenstehender weitergibt: „Das ist ein Goldfang.“

SV Gescher spricht vom „Goldfang“

Hendrik Maduschka hält den Ball flach, wohlwissend, dass er ab dem Sommer diese positiven Eindrücke als Trainer des SV Gescher bestätigen muss. „Diese Komplimente möchte ich lieber hören, wenn ich irgendwann mal wieder gehe“, lächelt er.

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Maduschka sei Schütte schon aktiv begegnet, erinnert sich dieser: „Er hat mal bei uns eine Einheit mit allen Jugendtrainern durchgeführt. Die Art hat mir imponiert.“ Zeitnah soll nun noch – parallel zu den Gesprächen mit dem aktuellen Kader – geklärt werden, wie eine Co-Lösung in der Trainingsarbeit aussehen kann. Bestenfalls eine interne, erklärt Maduschka.

"Hoffe auf Stadtlohner Aufstieg"

Wie kam der Kontakt zustande? Es lag im Sommer bereits eine Anfrage vor, neben dem Job als Auswahltrainer als Sportlicher Leiter beim SV aktiv zu werden. Doch diese Kombination konnte ich mir so nicht vorstellen. Als die Anfrage nun Richtung Trainerstelle gelenkt wurde, war das sofort interessant. Es reizt mich einfach, wieder dreimal die Woche mit einer Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Nun aber erstmals im Seniorenbereich… Eine Aufgabe im Nachwuchsbereich habe ich nicht ausgeschlossen, ich habe beim SuS Stadtlohn mit der A-Jugend aber auch schon das Maximale in der Region erlebt. Und so setzt die Aufgabe als Seniorentrainer doch neue Reize. Was hat gerade in Gescher überzeugt? Zum einen hat man sich sehr um mich bemüht. Dann wurde die tolle Platzanlage durch das neue Klubheim noch einmal aufgewertet. Und ich habe mir die Mannschaft angeschaut; eine junge, entwicklungsfähige Truppe, die die Klasse halten kann und wird. Spüren Sie schon eine Vorfreude auf die Derbys mit Stadtlohn? Ganz ehrlich. Ich würde gerne auf Auswärtsfahrten zum SuS verzichten. Ich hoffe natürlich, dass die Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga packt. Wird es nicht so sein, dann freue ich mich auf viele Bekannte.
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