Beim Eintracht-Pokal kommt es zu einem Wiedersehenstreffen – und das schneller als gedacht

Fussball

Vier Auswahlen mit Wurzeln außerhalb des Verbreitungsgebiets runden das Feld beim Vorbereitungsturnier in Ahaus ab. Für einige Akteure eine Rückkehr.

Ahaus

, 17.07.2019 / Lesedauer: 4 min
Beim Eintracht-Pokal kommt es zu einem Wiedersehenstreffen – und das schneller als gedacht

Bis Juni 2014 trug Mike Börsting (r.) an der Seite von Jens Niehues das Trikot der Eintracht. Über die SpVgg Vreden zog es ihn zu Adler Weseke. Nun kehrt er nach Ahaus zurück – und könnte auf Nottuln und Trainerkollege Niehues treffen. © Sascha Keirat

Drei Westfalen-, ein Landes-, drei Bezirks- und ein A-Ligist – das ist das Teilnehmerfeld beim Eintracht-Pokal 2019 in der Augenklinik Ahaus Arena. Neben den hiesigen Mannschaften nehmen auch vier Auswahlen teil, die nicht im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung beheimatet sind. Einige Querverbindungen gibt es allerdings durchaus.

Allen voran auf die erneute Teilnahme von GW Nottuln werden sich die Fußballfreunde gerade aus Ahaus freuen. Die Hauptverantwortung hat schließlich mit Jens Niehues ein Coach übernommen, der zuvor über fünf Jahre die Geschicke im Stadtpark mitbestimmt hat. Es kommt folglich zu einem raschen Wiedersehen.

Die sportliche Entwicklung bei Nottuln ist nachhaltig

Sportlich ist die Entwicklung bei der DJK nachhaltig: Unter Trainer Oliver Glaser, mit dem Jens Niehues übrigens in Ahaus zusammengearbeitet hatte, gelang in der abgelaufenen Saison die Rückkehr in die Westfalenliga. Und das komplett verdient, auch wenn die Mannschaft nach starker erster Serie nach dem Winter ein wenig wackelte.

Zur neuen Spielzeit hat sich Nottuln, das konzeptionell auf eine starke Jugend und Talente aus der Region setzt und diese Früchte nun einfährt, ein wenig am Kader gebastelt. Es sind einige erfahrene Kicker hinzugekommen – zum Beispiel Daniel Feldkamp (SC Roland), der reichlich Ober- und Westfalenligaerfahrung mitbringt, oder auch Lars Ivanusic (DJK Coesfeld), der schon für die SpVgg Vreden und den SuS Stadtlohn die Schuhe geschnürt hat.

Eine direkte Beziehung besteht über die Trainerposition

Und mit eben dem SuS Stadtlohn sowie Eintracht Ahaus und Union Wessum wird GW in der Gruppe B um die beiden Halbfinalplätze ringen.

In der Vorbereitung gab es bisher ein 1:1 gegen den Bezirksligisten TSG Dülmen sowie ein 4:0 über den A-Ligisten Borussia Darup im Pokal.

Die direkte Beziehung von Ahaus zu Adler Weseke – der Bezirksligist war nach der kurzfristigen Absage des Titelverteidigers SC Münster 08 nachgerückt – besteht ebenso über die Trainerposition. Spielertrainer Mike Börsting war nicht nur für die SpVgg Vreden am Ball, sondern auch für die Eintracht aus Ahaus.

Rückkehr als Coach

In der Vorsaison hatte es lange so ausgesehen, als sollten die „Adler“ die Bezirksliga 11 nicht halten können, ganze acht Punkte standen nach der Hinrunde zu Buche. Mit einer Aufholjagd – Weseke avancierte zur sechstbesten Rückrundenmannschaft – sicherte sich die Mannschaft ein weiteres Jahr in der ersten überkreislichen Spielklasse.

Diesen Schwung scheinen die Borkener mit in die Vorbereitung nehmen zu können – unter anderem wurde der Landesligist VfL Rhede bereits mit 3:2 bezwungen.

In der Gruppe A trifft Weseke beim Eintracht-Pokal neben der SpVgg Vreden mit dem SuS Neuenkirchen auf einen weiteren Westfalenligisten. Die abgelaufene Spielzeit schloss der SuS auf Platz zwei deutlich vor dem Klassenkonkurrenten aus Vreden ab.

Zum 1. Juli hat sich nun einiges getan: Seit 2011 trug Trainer Tobias Wehmschulte die Verantwortung, nun wechselte dieser zum Oberligisten FC Eintracht Rheine, wo er als Spieler schon große Erfolge gefeiert hatte. Mit ihm in die direkte Nachbarschaft zog es neben Alexander Bügener und Mirko Janning auch Luca Ehler. Der Ahauser war lange Jahre in der Jugend und bei den Senioren des SuS Stadtlohn aktiv.

Neuer Trainer beim SuS

Der neue Coach Nelson da Costa, der zuletzt die U17 des FSV Ochtrup trainiert hatte, hat nun die Aufgabe, in das Gerüst aus vielen verbliebenen Stammkräften überwiegend Neuzugänge aus unteren Spielklassen einzubauen. Darunter befindet sich mit Ladislav Velican (Emsdetten 05) ein weiterer Akteur, der in Ahaus auf ehemalige Mitspieler trifft. Im bisher einzigen Test gab es ein 1:1 gegen den Bezirksligisten TuS Recke.

Ein weiterer direkter Nachbar Neuenkirchens, der als Bezirksligist ebenso beim Eintracht-Pokal eine Außenseiterrolle einnimmt, ist Vorwärts Wettringen. Bis vor zehn Jahren war die Mannschaft aus dem Kreis Steinfurt noch festes Mitglied der Landesliga 4.

Kader wartet mit Qualität aus dem Norden Westfalen auf

In der Saison 2009/10 stieg das Team ab, just in jedem Jahr, als Eintracht Ahaus mit Spielertrainer Stefan Bennink die Rückkehr gelang. Die Vorzeichen, dass der Sprung zurück einmal wieder gelingen kann, sind ordentlich. Im Vorjahr wurde Vorwärts unter Trainer Patrick Wensing Dritter in der Bezirksliga 12.

Blickt man auf den aktuellen Kader, dann findet man zumindest Namen, die für Qualität aus dem Norden Westfalens bürgen: Kappelhoff-Rickert oder auch Reckels haben in der Region Spuren hinterlassen. Allerdings stockte der Motor zu Beginn der Vorbereitung noch: Im Bezirksliga-Duell mit Vorwärts Epe gab es jüngst ein 0:7.

Wie sich die Teams gegen die Konkurrenz aus dem Westmünsterland schlagen, das zeigt sich ab Donnerstag mit den ersten Gruppenspielen. Sonderveröffentlichung

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt