Varwick rettet Ahaus einen Punkt beim verrückten Kellerderby in Ottenstein

Fußball-Kreisliga A

Im Abstiegsduell zwischen Ottenstein und Eintracht Ahaus II zeigten beide Teams nach Rückstand Moral. Das Remis half keinem zum Klassenerhalt.

Ottenstein

, 19.05.2019, 18:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Varwick rettet Ahaus einen Punkt beim verrückten Kellerderby in Ottenstein

Tim Brüning (r) verpasst die Chance auf das vorentscheidende 3:0 für Eintracht Ahaus. © Raphael Kampshoff

Vier Tore in der Schlussviertelstunde sorgten im Abstiegskampf noch einmal für richtig Spannung. Nach dem 3:3 (0:2) bleibt der FC Ottenstein einen Punkt vor den Ahausern auf dem 13. Tabellenplatz. Gerettet sind beide Teams noch nicht.

„Wir brauchen den einen Moment, um zurück ins Spiel zu kommen“, gab Ottensteins Trainer Thomas Gerwing seinen Spielern mit in die zweite Spielhälfte. Und dieser Moment sollte in der 77. Minute durch ein Tor von Jens Lünterbusch kommen. Nach einem Fehler in der Abwehr bekam der kurz zuvor eingewechselte Rene Niemeier den Ball, sein Schuss landete am Pfosten, Lünterbusch schaltete am schnellsten und traf zum 1:2 ins leere Tor. Dieser Treffer gab den Ottensteinern Auftrieb – und eine Minute später gelang der Ausgleich. Der ebenfalls eingewechselte Joey Schnell bekam den Ball auf der linken Seite, zog nach innen und traf zum 2:2 (78.). Nun drehte die Heimelf das Spiel komplett, ein Zuspiel von der linken Seite nahm Jens Lünterbusch direkt, der Ball ging vom Innenpfosten unhaltbar für Ahaus Torhüter Patrick Prins ins Netz.

Lange zu ungefährlich

Bis zu dem ersten Tor von Lünterbusch sah nichts in diesem Spiel danach aus, als ob die Ottensteiner den Spieß noch umdrehen könnten. Zu ungefährlich war das Spiel nach vorne. Ahaus hingegen konnte sich bei den wenigen guten Angriffen mit Toren belohnen.

In der zehnten Spielminute holte sich Atilla Belger mit vollem Einsatz vor der Seitenlinie den Ball und flankte in die Mitte, wo Lennart Varwick zum 1:0 für die Gäste verwertete. Auf 2:0 erhöhte die Eintracht in der 41. Minute. Nachdem ein Ottensteiner Freistoß abgewehrt worden war, ging es schnell nach vorne, Hüseyin Baltaci bekam das Leder auf der linken Spielfeldseite und schlenzte den Ball ins Tor zur 2:0-Halbzeitführung.

Ahaus zeigt Moral

Nach dem 3:2 für Ottenstein zeigten die Ahauser aber noch mal Moral, um dieses Spiel nicht zu verlieren. Eine Ecke, die aus einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters resultierte, köpfte Lennart Varwick zum 3:3 ins Netz (87.). Nach dem Treffer kam es hinter dem Tor noch zu Auseinandersetzungen zwischen Ahauser Ersatzspielern und der Reserve des FC Ottenstein. Die Lage beruhigte sich aber wieder.

„Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Ottensteiner ein Tor erzielen könnten, dann haben sie aber unseren zehnminütigen Tiefschlaf genutzt. Jetzt müssen wir das Ding in der kommenden Woche klarmachen“, sagte Ahaus Trainer Frank Wegener nach dem Spiel.

Ottenstein: Schücker - M. Lünterbusch, De Lucia (71. T. Vortkamp), Thesing, Terbrack, J. Lünterbusch, M. Vortkamp, Eing (59. Schnell), Dönnebrink (67. Niemeier), Vennemann, Sendfeld
Eintracht II: Prins - Brüning, Almering, Belger, Dayan, Pieper, Varwick, Tatti, Sander, Clemont, Baltaci
Tore: 0:1 Varwick (11.), 0:2 Baltaci (41.), 1:2 J. Lünterbusch (77.); 2:2 Schnell (78.); 3:2 J. Lünterbusch (82.), 3:3 Varwick (87.).
Zuschauer: 150

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