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Enttäuschung nach hitziger Schlussphase: SpVgg Vreden verliert in Delbrück nach Führung

Fußball-Westfalenliga

Es war wie so oft: Die SpVgg Vreden zeigte in Delbrück ein richtig gutes Spiel. Nach Führung ging aber der Gegner als Sieger vom Feld. Für Frust sorgte zudem eine Schiedsrichterentscheidung.

Vreden

, 18.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Enttäuschung nach hitziger Schlussphase: SpVgg Vreden verliert in Delbrück nach Führung

Die Abwehr mit Bas Reekers (r.) ließ wenig zu, offensiv war das Spiel der Vredener aber fahrlässig. Und so stand am Ende eine ernüchternde Niederlage. © Michael Schley

Hitzig ging es in der Schlussphase zwischen den Westfalenligisten Delbrücker SC und SpVgg Vreden am Freitagabend zu: Nach einem taktischen Foul der Gastgeber gerieten DSC-Routinier Matthias Riemer und SpVgg-Co-Trainer Yuzuru Okuyama aneinander, Schiedsrichter Frank Tiermann behielt kühlen Kopf, zeigte Riemer den roten Karton und schickte Okuyama hinter die Bande. Nach dem Freistoß brannte es noch einmal im Delbrücker Strafraum, zum Ausgleich reichte es für die Gäste aber nicht mehr.

Vreden verlor 1:2 und verpasste damit den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. „Komplett unnötig. Die Enttäuschung hat sich dann zum Schluss entladen“, wusste auch Gästetrainer Rob Reekers am Ende nicht, warum seine Mannschaft als Verlierer vom Platz gehen musste. Einmal mehr.

Abseitsverdächtiges Siegtor

Den Unmut seiner Mannschaft gegenüber dem Schiedsrichterassistenten, der beim Pass auf den Doppeltorschützen Zoltan Pataki zum 2:1 für Delbrück nicht auf Abseits entschieden hatte, ließ er nicht gelten. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und sich fragen, warum wir aus drei echten Torschüssen zwei Treffer kassieren, selbst aus zehn Chancen nur ein Tor machen“, so Reekers. Er zog auch positive Schlüsse: „Die Enttäuschung zeigt aber auch, dass die Mannschaft die Saison nicht einfach so auslaufen lassen will.“ Die Elf habe ein „richtig gutes Fußballspiel“ gezeigt. Nur wieder einmal ohne Lohn.

Schon vor der Pause war Vreden die bessere Mannschaft gewesen: Den ersten Hochkaräter hatte der starke Niklas Hilgemann frei vor DSC-Torwart Daryoush Hosseini auf dem Fuß, dieser parierte aber (6.). Hilgemann war es auch, der immer wieder über außen durchstieß, der letzte Pass kam aber oft nicht an. Delbrück erzielte vor dem Seitenwechsel noch ein Abseitstor durch Lukas Cramer, einmal musste Torsteher Daniel Siehoff parieren.

SpVgg verpasst 2:0

In Durchgang zwei spielten zunächst nur die Blau-Gelben. Und nun traf Cihan Bolat aus der ersten Chance heraus (48.). Unter anderem Bolat, Carlo Korthals und Hilgemann verpassten es fortan, schnell den Deckel draufzumachen. Und so kam es wie so oft: Dem eingewechselten Max Teipel wurde auf der anderen Seite eine Flanke gestattet, Zoltan Pataki setzte am langen Pfosten zum Flugkopfball an und traf voll (73.). Und nur vier Minuten wurde dieser – aus Vredener Sicht in Abseitsposition – freigespielt und ließ Torhüter Siehoff keine Chance. Spiel auf den Kopf gedreht.

„Und alle schauen sich ratlos an“, sah Reekers fortan eine Gästeelf, die noch mal alles versuchte, der der Schock über den Doppelschlag allerdings doch tief im Mark saß. Bis sich die Enttäuschung in der Nachspielzeit entlud.

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