Erfolgreich seit 39 Jahren: Werner Efkemann und die Südlohner Karateka

mlzKarate

Seit 39 Jahren schon trainiert Werner Efkemann die Karateka beim SC Südlohn. Zwischendurch war er sogar Bundestrainer. „Seine“ Abteilung hat sich zum 40-Jährigen viel vorgenommen.

Südlohn

, 04.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 39 Jahren wird beim SC Südlohn Karate angeboten. Die Abteilung entwickelte sich im Laufe der Jahre zum zweitgrößten Dojo (sinngemäß Gemeinschaft der Übenden) in Deutschland im Bereich des Karatestils Kyokushin. Die Besonderheit besteht darin, dass im Vollkontakt gekämpft wird, womit Kyokushin als einer der härtesten Stile gilt.

Im kommenden Jahr wird die Karateabteilung ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Hierzu sind einige Aktionen geplant. Unter anderem soll nach längerer Zeit mal wieder ein Turnier ausgetragen werden und auch ein internationaler Lehrgang soll in Südlohn stattfinden.

Bis zu 80 Sportler in der Anfangszeit

Gegründet wurde die Abteilung unter anderem von Theo Dönnebrink (60) und Werner Efkemann (62), beide noch heute aktiv, die zur der Zeit im Stadlohner Judoclub Mitglied waren. Werner Efkemann, der von Beginn an das Training leitet, hatte parallel schon in den Niederlanden Karate trainiert und war im Besitz des Braungurtes. Das Training fand damals noch in der Halle der St.-Vitus-Grundschule statt – mit bis zu 80 Sportlern. Heute sind es etwa 50 bis 60.

Die Aktiven haben seither viele nationale und internationale Erfolge bei Wettkämpfen errungen, aber als größten Erfolg bezeichnet Werner Efkemann die Einführung der Jukoren-Gruppe (japanisch für Lebenserfahrene) ab 45 Jahren aufwärts im Jahr 2016. Aus dem Stand kamen rund 20 neue Mitglieder hinzu, die auch bis heute geblieben sind und sich alle sehr stark im Verein engagieren. „Und da bin ich froh drüber, weil ich nicht mehr soviel selbst machen muss“, so Werner Efkemann.

Erfolgreich seit 39 Jahren: Werner Efkemann und die Südlohner Karateka

Seit Gründung der Abteilung trainiert Werner Efkemann die Karateka beim SC Südlohn. © Raphael Kampshoff

Der Schwerpunkt bei den Jukoren ist aber nicht auf Wettkämpfe ausgerichtet, sondern auf die geistige und körperliche Fitness sowie die Selbstverteidigung. Mehrmals jährlich nehmen die Sportler auch an Lehrgängen in Belgien und den Niederlanden teil.

Einer der neuen Jukoren ist Udo Schmiing, der mittlerweile auch als Trainer im Nachwuchsbereich tätig ist. „Das faszinierende am Karate ist die Vielseitigkeit. Ausdauer, Kraft und Technik werden geschult und es wird sowohl der Körper als auch der Geist trainiert“, so Udo Schmiing auf die Frage, warum er diesem Sport treu geblieben ist.

Werner Efkemann wurde Bundestrainer der Junioren

Werner Efkemann, der inzwischen den 4. Dan trägt, übernahm im Jahr 2007 sogar das Amt des Bundestrainers für die Junioren. Darüber hinaus fungiert er als Hauptkampfrichter bei nationalen und internationalen Turnieren. „Mir macht der Sport immer noch jede Menge Spaß“, fasste Werner Efkemann den Grund für seine andauernde Trainertätigkeit zusammen. Im März wird er mit einigen Sportlern an einem internationalen Training in Antwerpen teilnehmen.

Karate beim SC Südlohn

  • Das Training der 15-köpfigen Kinder und Juniorengruppe findet Montags von 17-18 Uhr in der Halle der Hans-Christian-Andersen-Schule statt. Von 18 bis 19 Uhr trainieren dort auch die Jukoren des Vereins.In einem abgetrennten Bereich trainiert die Seniorengruppe von 18-20 Uhr unter der Anleitung der Dan-Träger des Vereins.
  • Freitags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr findet ein freies Training für alle Sportler statt. Zur neuen Anfängergruppen kann sich jeder Interessierte anmelden und auch jederzeit an einem Probetraining teilnehmen.
Weitere Infos gibt es auf der Homepage des SC Südlohn
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt