Erst platzt der Ball, dann der Knoten bei Eintracht

mlzFußball-Landesliga

Ahaus stoppt mit dem 4:1 gegen den Werner SC vorerst die Talfahrt. Dabei zeigte sich der Landesligist vor allem in den Schlüsselszenen sehr präsent.

Ahaus

, 03.11.2019, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief die 25 Minute in der Augenklinik Ahaus Arena: Nach einem Pressschlag an der Mittellinie ließ der Spielball hörbar Druck ab – für die Ahauser Eintracht schien dies ein Zeichen zu sein, noch ein paar Prozent mehr herauszukitzeln. Am Ende platzte auch offensiv der Knoten – und am Ende stand ein komplett verdientes 4:1 gegen den Werner SC. Ihre Talfahrt hat die Eintracht vorerst gestoppt.

Bis zum platzenden Ball führte der Tabellenführer, der an diesem Tage vieles schuldig blieb, mit 1:0. Jannik Prinz hatte nach einer Umschaltaktion getroffen (16.). Und hätte Daniel Durkalic nach einem nächsten individuellen Fehler der Ahauser nicht nur an die Latte, sondern ins Tor getroffen (21.), womöglich hätte auch diese Partie einen ähnlichen Verlauf wie so oft in den vergangenen Wochen genommen. „Heute hat die Mannschaft das Momentum endlich einmal auf ihre Seite gezogen“, sah Eintracht-Coach Frank Wegener in der Folge einige positive Schlüsselszenen.

Erst platzt der Ball, dann der Knoten bei Eintracht

Beim 2:1 hielt es auch Trainer Frank Wegener (l.) nicht mehr auf der Bank. © Michael Schley

Die erste gab es vor dem Ausgleich per Strafstoß von Christopher Ransmann (43.). Ein Abwehrspieler der Gäste wollte den Ball im Strafraum wegschlagen und traf dabei den nachsetzenden Maximilian Hinkelmann.

Wie groß die Anspannung bei den Ahausern war, das zeigte sich beim 2:1 durch Rene Böing, als sämtliche Spieler einschließlich Trainer Wegener auf den Torschützen zustürmten (59.). Die zweite Schlüsselszene. Nach einer Ecke der Gäste schlug Torhüter Christian Teriet den Ball gedankenschnell nach vorne, Böing vollendete mit großem Willen. Und auch vor der Entscheidung zum 3:1 reagierte die Eintracht schneller als die passiven Gäste, der Ball wurde durchgespielt zu Lennart Varwick, der überlegt ins lange Eck schlenzte (81.). Schlüsselszene Nummer drei.

Eintracht gedankenschnell

Dass nun auch die Leichtigkeit ins Spiel der Ahauser zurückkehrte, zeigte der Schlusspunkt zum 4:1, als Hinkelmann volley einnetzte (90.). „Letzte Woche wäre der Ball wahrscheinlich noch weit drüber gegangen“, sah Wegener eine Mannschaft, die „ackerte und auch gut Fußball spielte“.

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Und die endlich mit der gewünschten Effektivität auftrumpfte – viele herausgespielte Hochkaräter gab es zusätzlich kaum. Werne wusste allenfalls bei ruhenden Bällen zu gefallen, den Umschaltbewegungen fehlte die Konsequenz. Frank Wegener zog die Spannung direkt wieder an: „Wir haben eine Duftmarke gesetzt, müssen nun aber nachlegen. Das heutige Spiel wird der Gradmesser bis zum Winter sein.“

Eintracht: Teriet - Almering, Brillert, Vennemann, Böing, Ransmann, Erning, Reinfeld, Varwick (85. Honekamp), Hinkelmann (90. Sicking), Dayan (70. Hoffmann)
Tore:
0:1 Prinz (16.); 1:1 Ransmann (43., Foulelfmeter); 2:1 Böing (59.); 3:1 Varwick (81.); 4:1 Hinkelmann (90.)
Zuschauer:
75

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