„Es gibt keinerlei Hass“ – Klubchefs sprechen über Rivalität zwischen SuS und SpVgg

mlzFußball

Sind der SuS Stadtlohn und die SpVgg eigentlich immer noch so erbitterte Rivalen wie früher? Oder war es nie so schlimm? Christoph Kondring und Wilfried Steinhage stellen ihre Sicht dar.

Stadtlohn, Vreden

, 07.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Vorsitzenden beider Klubs haben sich im neuen Jahr zu demThema zu Wort gemeldet. Anlass war das viel diskutierte Pokalfinale der A-Junioren Ende November mit anschließender Prügelei, das mittlerweile auch sportgerichtlich aufgearbeitet ist (wir berichteten). Christoph Kondring (SpVgg) und Wilfried Steinhage (SuS) sehen zwischen den beiden Vereinen ein grundsätzlich harmonisches Verhältnis – mit der nötigen sportlichen Rivalität.

Der langjährige Vorsitzende der SpVgg wirft einen Blick in die Vergangenheit: „Früher hat Stadtlohn immer ein, zwei Klassen höher gespielt als wir. Dass wir dadurch viele Spieler, die wir ausgebildet hatten, an den SuS verloren haben, war immer ein Ärgernis. Deshalb mussten wir sehen, dass wir den Rückstand aufholen.“

„Es gibt keinerlei Hass“ – Klubchefs sprechen über Rivalität zwischen SuS und SpVgg

Christoph Kondring, Vorsitzender SpVgg © archiv

Mit den Vorsitzenden des SuS habe er sich immer gut verstanden. „Aber rein sportlich sind beide Vereine die Aushängeschilder der Region. Dass da eine Rivalität herrscht, ist doch klar und macht die ganze Sache ja auch spannend.“

Das sieht Wilfried Steinhage genauso. „Ohne die Konkurrenz beider Vereine wäre es ja langweilig. In der Sache kämpfen wir hart gegeneinander, gehen aber fair miteinander um. Es gibt keinerlei Hass.“ Dass es gerade zu Zeiten der ersten Verbandsligaderbys vor rund zehn Jahren oftmals Frotzeleien von beiden Seite gegeben habe, sei normal.

Nach aktuellem Stand hat vor allem die SpVgg von der Rivalität profitiert. Sportlich hat sie den SuS im Seniorenbereich überflügelt, spielt mit der ersten Mannschaft (Westfalenliga) derzeit zwei Spielklassen höher als der Stadtlohner Nachbar.

„Es gibt keinerlei Hass“ – Klubchefs sprechen über Rivalität zwischen SuS und SpVgg

Wilfried Steinhage, Vorsitzender SuS © Sascha Keirat

Dass die Situation nun beim A-Junioren-Finale so ausgeartet sei, habe nichts mit dem grundsätzlichen Verhältnis der beiden Klubs zu tun. Es sei eine absolute Ausnahme gewesen. „Beide Vereine haben von vornherein verurteilt, was da vorgefallen ist, und mit internen Sperren entsprechende Konsequenzen gezogen“, so Christoph Kondring. Damit sei das Thema für beide nun erledigt. Die sportliche Rivalität werde aber weiterhin gepflegt.

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