Favorit im Pokal-Knüller? Rahsing und Wegener sind im Vorfeld unterschiedlicher Meinung

mlzKreispokal-Achtelfinale

Ein schnelles Wiedersehen gibt es im Kreispokal-Achtelfinale für den SuS Stadtlohn und Eintracht Ahaus. In weiteren Duellen ist die Favoritenstellung eindeutiger geklärt.

10.10.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch am letzten Spieltag der abgelaufenen Landesligasaison trafen sich der SuS Stadtlohn und Eintracht Ahaus. Die Eintracht siegte wie im Hinspiel – und auch beim Eintracht-Pokal im Juli. Nun steht man sich am Donnerstag um 19 Uhr im Kreispokal-Achtelfinale im VR-Bank Sportpark auf Kunstrasen schon wieder gegenüber. Und Favorit will keiner der beiden Teams sein.

Wegener: „50:50-Spiel"

„Für mich ist Eintracht klarer Favorit und muss gewinnen. In der aktuellen Situation wird man in Ahaus Respekt davor haben, dieses Derby nicht zu gewinnen“, sieht Stadtlohns Trainer Stefan Rahsing die Rollen eindeutig verteilt. Dem kann Eintracht-Coach Frank Wegener nicht zustimmen: „Für mich ist das ein 50:50-Spiel, wobei das Momentum aktuell klar bei Stadtlohn liegt.“

Und trotz des Klassenunterschieds spricht auch vieles für ein Duell auf Augenhöhe. Der SuS besetzt die Tabellenspitze der Bezirksliga 11, Ahaus musste zuletzt einige Rückschläge in der Landesliga verkraften und kämpft um seine Position. Und auch der jüngste Spieltag könnte sich noch einmal unterschiedlich auf das Selbstvertrauen bei beiden Mannschaften ausgewirkt haben.

Stefan Rahsing sieht auf dieser Basis eine „Riesenchance, um den starken Saisonstart mit einem geilen Pokalauftritt abzurunden“. Und dass Wegener mit dem Willen anreist, „unbedingt weiterkommen“ zu wollen, das lässt auf intensive 90 Minuten hoffen: „Wir nehmen den Pokal total ernst und werden auch keine Experimente eingehen.“

Rahsing geht kein Risiko

Kann er auch kaum, da neben den Langzeitverletzten zudem Julius Wieland sicher ausfallen wird, einige weitere Fragezeichen stellen sich. Stadtlohns Coach ist personell in einer komfortableren Lage und wird hingegen „kein Risiko“ bei angeschlagenen Spielern eingehen: „Insgesamt ist uns dann das kommende Spiel in Alstätte doch wichtiger.“

Auch die weiteren Achtelfinalspiele versprechen Spannung, die Außenseiter hoffen auf ihre Chance: Erst um 20 Uhr steigen die beiden Westfalenligisten am Abend ein. Für die SpVgg Vreden steht die Reise zum Bezirksligisten VfL Billerbeck an. Die Gastgeber waren bemerkenswert gestartet, müssen sich mittlerweile aber wieder nach unten orientieren. Für die Vredener wird diese Partie eine weitere Gelegenheit bieten, den Knoten zu lösen, um zu alter fußballerischer Leichtigkeit zurückzufinden.

Lünten vor Herkulesaufgabe

Eine Herkulesaufgabe wartet auf GW Lünten gegen GW Nottuln. Die Gäste spielen als Aufsteiger eine starke Runde, Lünten konnte seinen Abwärtstrend zuletzt in Schöppingen vorerst stoppen.

Nur eine Liga statt drei Klassen liegt zwischen dem SuS Legden und der TSG Dülmen ab 19 Uhr. Der A-Ligist aus Legden wird die zweite Niederlage gegen einen Kontrahenten aus Coesfeld verarbeitet haben, Dülmen hinkt in der Meisterschaft in der Bezirksliga 11 dagegen seinen Ansprüchen hinterher. Doch schon in der Vergangenheit zeigte die TSG, dass sie vor allem ein ausgewiesener Pokalspezialist ist.

Schwierige Personallagen

Durchaus auf Augenhöhe begegnen sich Union Wessum und ASV Ellewick (19.30 Uhr). In Sachen Verletzungspech können sich die beiden Trainer aktuell den Ball zuspielen. Es ist eng in beiden Kadern. „Wir haben derzeit zu kämpfen. Aber wir werden natürlich alles raushauen, was zur Verfügung steht. Und das gegen einen guten Gegner“, erklärt Union-Coach Jan Temme.

ASV-Trainer Jochen Kloster sieht es ähnlich: „Die Ausfälle sind dann irgendwann auch nicht mehr zu kompensieren. Wir machen aber weiter das Beste daraus.“ Und wenn man schon unter der Woche zu einem Auswärtsspiel anreise, dann „wolle man auch gewinnen“

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