FC Oeding bildet JSG mit Adler Weseke

Juniorenfußball

Neun Juniorenmannschaften gehen in der laufenden Saison für den FC Oeding an den Start. Im kommenden Spieljahr wird sich diese Zahl reduzieren: Der FCO bildet im Bereich der A- und B-Junioren eine Spielgemeinschaft mit dem SV Adler Weseke.

OEDING

, 08.05.2015, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Jugendabteilung des FC Oeding wird das Spielerpersonal in der nächsten Saison knapp.

In der Jugendabteilung des FC Oeding wird das Spielerpersonal in der nächsten Saison knapp.

Die Jugendvorstände beider Vereine einigten sich unter der Woche abschließend darauf, vorerst eine Spielzeit lang gemeinsame Sache zu machen. In beiden Klubs ist nicht genügend Personal in diesen Altersklassen vorhanden, um eigene Mannschaften zu stellen. „Wir betrachten das als Probelauf und schauen dann, ob wir die Zusammenarbeit danach eventuell fortsetzen“, erklärte der Oedinger Fußballobmann Andreas Wanninger gegenüber der Münsterland Zeitung. Demnach werden in der kommenden Saison die A-Junioren der neuen Spielgemeinschaft im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld antreten, die zwei B-Juniorenteams im Kreis Recklinghausen, dem der SV Adler angehört.

Absage vom SC Südlohn

Genau diese Konstellation wirft die Frage auf, warum die Oedinger sich mit dem Borkener Klub zusammenschließen – und nicht etwa mit dem Gemeindenachbarn SC Südlohn. Laut Wanninger hat es dazu konkrete Gespräche zwischen beiden Klubs gegeben, „es war schon fast in trockenen Tüchern“. Von Südlohner Seite habe es dann aber eine Absage gegeben.

Den Kontakt zum FCO bestätigt auch der Südlohner Geschäftsführer Tobias Sicking. Gegen die Vermutung, dass der Klub grundsätzlich gegen eine Zusammenarbeit mit dem Rivalen aus Oeding sei, wehrt sich Sicking jedoch entschieden: „Uns ist auch bei Facebook schon der Schwarze Peter zugeschoben worden. Aber es geht nicht um eine Abneigung gegen den FC Oeding.“ Aktuell sehe der SC Südlohn schlichtweg keinen Bedarf für eine Jugendspielgemeinschaft. Sicking: „Solange wir genügend Spieler haben, um eine eigene Mannschaft zu stellen, werden wir das auch tun.“ Sicking will aber auch betont wissen, dass es in der Vergangenheit schon häufiger Jugendmannschaften gegeben hat, in denen Oedinger und Südlohner zusammengespielt haben. So etwa die aktuelle B-Jugend des FCO, in der Südlohner Kicker mit einem Zweitspielrecht aktiv sind.

Gedanken machen

Mittelfristig müsse sich aber jeder Verein Gedanken darüber machen, wie er dem demografischen Wandel und der abnehmenden Zahl an jungen Fußballern entgegenwirken könne. Das hat der FC Oeding getan – und gemeinsam mit Adler Weseke schon einiges in die Wege geleitet. Die ersten Trainerposten sind besetzt und auch ein Fahrservice für die Jugendlichen von Oeding nach Weseke ist mithilfe eines Sponsors bereits organisiert.

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