FC Twente fährt auf „Kartoffelacker“ die volle Ernte ein

Fußball

Zwei Negativserien hat der FC Twente Enschede am Sonntag gestoppt: Nach vier Spielen ohne eigenen Treffer durften die „Tukkers“ bei Vitesse Arnheim mal wieder jubeln.

Enschede

von Daniel Buse

, 15.02.2021, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erleichterung: Der FC Twente hat mal wieder drei Punkte geholt.

Erleichterung: Der FC Twente hat mal wieder drei Punkte geholt. © fctwentemedia

Mit 2:0 (1:0) setzten sich die Gäste, die zuvor sechs Mal in Folge nicht hatten gewinnen können, in einem echten Kampfspiel durch. „Ich bin so froh“, war das, was Twente-Trainer Ron Jans nach eigener Angabe seinem Team hinterher als Erstes in der Kabine gesagt hatte. Mit dem Erfolg festigten die Enscheder ihren siebten Tabellenplatz und ihren Ruf als Auswärts-Experten: 21 ihrer 33 Punkte haben sie nicht im eigenen Stadion geholt.

In Arnheim hatten beide Mannschaften während des gesamten Spiels große Probleme mit dem holprigen Platz, den Twente-Coach Jans als „Kartoffelacker“ bezeichnete. Technisch sauberer Fußball war meist nicht möglich, da die Spieler viel Mühe hatten, überhaupt den Ball zu kontrollieren. Entsprechend selten kam ein Team vor das gegnerische Tor: Vitesse, das zuvor ebenfalls drei Spiele in Folge nicht gewonnen hatte, erzielte ein Abseits-Tor durch Eli Dasa (10.) und brachte vor der Pause nur einen Schuss auf das Twente-Tor: Patrick Vroegh prüfte Enschedes Keeper Joel Drommel mit einem Versuch aus 25 Metern (43.).

Queensy Menig trifft zur Führung

„Es gab nur lange Bälle und viele Zweikämpfe“, meinte Twente-Trainer Jans. Einer dieser langen Bälle von seinem Linksverteidiger Jayden Oosterwolde landete in der 16. Minute aber über Umwege bei Luciano Narsingh, der gegen die viel zu weit aufgerückte Vitesse-Abwehr nur noch querlegen musste, um Queensy Menig das 1:0 zu ermöglichen.

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Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Narsingh die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen: Er köpfte, als er, erneut bei einem langen Ball, vor Vitesse-Torhüter Remko Pasveer an der Kugel war, Richtung Arnheim-Tor, doch Maximilian Wittek klärte auf der Linie mit einer Grätsche (46.). Danach übernahm Vitesse das Kommando, aber das Team, das als Tabellenvierter ins Spiel gegangen war, entwickelte wenig Gefahr. Ein Versuch des eingewechselten Oussama Darfalou mit der Innenseite war noch die gefährlichste Szene der Hausherren (71.).

Enschede lauert auf Konter

Twente stand kompakt, spekulierte auf Konter – und machte in der Nachspielzeit mit einem Schnellangriff alles klar: Ramiz Zerrouki schickte Gijs Smal auf der linken Seite mit einem tollen Pass steil; in der Mitte grätschte dann Thijs van Leeuwen den Ball zum 2:0 aus fünf Metern ins Netz (90.+4).

Vitesse Arnheim: Pasveer – Dasa, Doekhi, Bazoer (82. Gong), Rasmussen, Wittek – Vroegh, Tronstad (66. Darfalou), Tannane (38. Huisman) – Openda (82. Ohio), Broja (66. Bero).
FC Twente: Drommel – Ebuehi, Dumic, Pierie, Oosterwolde (46. Smal) – Roemeratoe, Bosch, Zerrouki – Narsingh (87. Hilgers), Danilo (90. van Leeuwen), Menig (90. Issah).
Tore: 0:1 Menig (16.), 0:2 van Leeuwen (90.+4).

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