FC Twente stellt ungewollten Vereinsrekord auf

Fußball

Der FC Twente Enschede hat in der niederländischen Fußball-Ehrendivision am Sonntag im Spiel gegen Venlo einen Vereinsrekord aufgestellt. Den hätte sich die Mannschaft allerdings gern erspart.

Enschede

von Daniel Buse

, 25.01.2021, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zum Haareraufen war die Vorstellung der Enscheder am Sonntag.

Zum Haareraufen war die Vorstellung der Enscheder am Sonntag. © fctwentemedia

Zum ersten Mal in der Klubgeschichte verloren die „Tukkers“ fünf Liga-Heimspiele in Folge, denn nach den Pleiten der Vorwochen in der eigenen „Grolsch Veste“ ging es auch am Sonntag beim 0:1 (0:0) gegen VVV-Venlo schief. „Ich bin nicht sauer, ich bin einfach nur enttäuscht“, sagte Enschedes Trainer Ron Jans. Denn seine Mannschaft tat sich gegen die äußerst destruktiv auftretenden Gäste zunächst sehr schwer – und kassierte in der Schlussphase in diesem typischen 0:0-Spiel auch noch den entscheidenden Gegentreffer.

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Die erste Hälfte ging ganz klar an den FC Twente, der sich drei gute Möglichkeiten erarbeitete: Danilo scheiterte am herauslaufenden VVV-Keeper Thorsten Kirschbaum (4.) und hatte auch mit seinem Versuch aus 21 Metern keinen Erfolg (27.). Außerdem zielte Queensy Menig aus der Drehung knapp links vorbei (32.). Venlo beschränkte sich darauf, defensiv organisiert zu stehen und lange Bälle nach vorne zu spielen. „Gegen VVV muss man hart arbeiten, denn sie haben fast gar keinen Spielaufbau“, erklärte Twente-Coach Jans.

Mit Remis hochzufrieden

Mit dem torlosen Unentschieden waren die Gäste auch nach dem Seitenwechsel zunächst hochzufrieden. „Sie haben den Spielrhythmus zerstört – und uns fehlte die Cleverness“, bekannte Jans. Während seine Mannschaft vor der Pause noch regelmäßig zu Gelegenheiten gekommen war, lief es für sie in einem zweiten Durchgang mit vielen Fehlern und Unterbrechungen viel mühsamer. Nur Danilo wurde mit einem Linksschuss aus fünf Metern in der 66. Minute für Twente gefährlich.

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Bei Venlo zahlte sich die Hereinnahme des deutschen Rechtsverteidigers Tobias Pachonik aus: Er bereitete mit einem Lauf auf seiner Seite und einer flachen Hereingabe von der Torauslinie nicht nur eine Großchance von Torino Hunte vor (71.), sondern auch den einzigen Treffer des Nachmittags. Wieder legte er an die Strafraumkante zurück und Hunte schlenzte die Kugel unhaltbar zum 1:0 ins Netz (78.). Als „Schlag ins Gesicht“ bezeichnete Jans das Gegentor, von dem sich der FC Twente nicht mehr erholte.

„Das war wirklich der Klassiker: Die eine Mannschaft investiert viel und die andere hält einfach nur dagegen“, ärgerte sich Jans, dass die Bemühungen seiner Truppe nicht belohnt wurden und die fünfte Heimniederlage in Folge die Folge war. Bereits am Donnerstag geht es in der Liga für die Enscheder gegen Sparta Rotterdam weiter – dann aber auswärts in der Hafenstadt.

FC Twente: Drommel – Pleguezuelo, Dumic, Pierie, Smal – Zerrouki (63. Roemeratoe), Ilic, Bosch (82. Issah) – van Leeuwen (63. Narsingh), Danilo, Menig.
VVV-Venlo: Kirschbaum – Dekker (50. Pachonik), Gelmi, da Graca, Guwara – Post, Janssen (63. Hunte), Machach (84. Donis) – V. van Crooij, Giakoumakis, John (63. Linthorst).
Tor: 0:1 Hunte (78.).

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