FC Vreden: Darum verlief der Saisonstart so holprig

mlzFußball-Kreisliga A

Nach fünf Spieltagen finden sich die Vredener mit sechs Punkten auf dem neunten Rang wieder. Für diesen Holperstart gibt es aber Erklärungen.

Vreden

, 10.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich ist der FC Vreden ein Kandidat für die vorderen Plätze in der Kreisliga A. Nach fünf Spieltagen und zuletzt drei Niederlagen in Serie belegt das Team aktuell nur den neunten Platz.

Mit den Siegen gegen die DJK Stadtlohn (4:0) und beim FC Epe II (2:1) standen nach zwei Spieltagen sechs Punkte zu Buche – seither kam kein weiterer Zähler dazu. Doch schaut man genau in die Spielstatistiken der letzten Partien, fällt vor allem eines auf: Der Vredener Kader sieht jede Woche anders aus, Trainer Hendrik Sahlmer und sein Co Jannik Kohlar haben in den bisherigen Ligaspielen schon ganze 23 verschiedene Spieler eingesetzt, weil immer wieder wichtige Spieler ausfallen. So wurde etwa Jordy Koster reaktiviert, auch bei der Reserve und den Alten Herren bat Sahlmer schon um Unterstützung.

Zuletzt bei der 1:3-Niederlage bei Eintracht Ahaus II fehlte mit Marc van den Berg, Benjamin Schroer, Marcel Terbrack und Jens Reimann fast die komplette Offensivabteilung – allein diese vier Spieler erzielten in der Vorsaison zusammen 56 Tore.

Zuletzt fehlten 13 Mann

Trainer Sahlmer sagt, er sei überhaupt kein Freund davon, Verletzte als Begründung für ein sportliches Tief zu heranzuziehen. „Aber in diesem Fall muss ich schon sagen, dass es einfach extrem ist. Beim Spiel in Ahaus haben uns ganze 13 Mann gefehlt. Ich denke, dass wir in der Breite gut genug aufgestellt sind, um fünf oder sechs Ausfälle zu kompensieren. Aber irgendwann ist das einfach nicht mehr möglich.“

Allein die Neuzugänge Pascal Leifkes sowie Matthias und Johannes Barenborg haben aufgrund von Blessuren noch kein Ligaspiel bestritten. Andre Reimann fehlt nach Kreuzbandriss bis zum Saisonende, derzeit fallen auch Jens Reimann und Michael Wißing verletzt aus. Doch Hendrik Sahlmer sieht Licht am Ende des Tunnels: Schon beim Derby gegen Spitzenreiter Ellewick am Sonntag werde sein Team wieder besser aufgestellt sein, einige Spieler kehren zurück.

FC Vreden: Darum verlief der Saisonstart so holprig

So verzweifelt, wie es hier beim Pokalspiel in Lünten aussah, sind Trainer Hendrik Sahlmer (l.) und sein Co Janik Kohlar aktuell nicht © Sascha Keirat

So hofft der Coach, dass seine Mannschaft den Anschluss ans obere Tabellendrittel in den kommenden Wochen nicht verliert. Der Blick auf die vergangenen beiden Spielzeiten zeigt zumindest, dass die Vredener Startprobleme gewohnt sind: 2017 und 2018 stand der FC jeweils nach fünf Spieltagen bei sieben Punkten, also einem mehr als in diesem Jahr. Zuletzt sprang am Ende Platz drei heraus.

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Mit Blick auf die letzten beiden Jahre sieht Sahlmer aber auch einen Punkt, der über Verletzungsprobleme hinausgeht: „Nach wie vor müssen wir an unserer Konstanz arbeiten, von Woche zu Woche absoluten Siegeswillen entwickeln und auf keinen Fall überheblich werden, wenn es gut läuft. Sonst wird es auch in Bestbesetzung gegen jeden Gegner in der A-Liga schwer.“

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