FC Vreden in der Favoritenrolle

Fußball-Kreisliga A: Start in die Saison

Das Hufscharren ist deutlich zu hören. Die Fußballer in der Kreisliga A sind heiß auf den Ligastart am Sonntag. Glaubt man der Einschätzung der Trainer, steht in Staffel 1 eine spannende Saison mit dichtem Leistungsniveau bevor. Bei der Frage nach dem Titelfavoriten herrscht allerdings weitgehend Einigkeit.

KREIS

, 10.08.2017, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexander Wilma (M.) ist einer der Neuzugänge beim FC Vreden. Er und sein Team gelten als Titelkandidat

Alexander Wilma (M.) ist einer der Neuzugänge beim FC Vreden. Er und sein Team gelten als Titelkandidat

„Einen Durchmarsch wie letztes Jahr vom TuS Wüllen wird es diesmal nicht geben“ – diese Aussage war im Vorfeld der Saison häufig von Trainern, Spielern und Verantwortlichen der A1-Mannschaften zu vernehmen. Dennoch fiel auffällig oft der Name FC Vreden, wenn es um den Titelkandidaten Nummer eins ging. FC-Trainer Hendrik Sahlmer, der im Sommer das Amt beim Vizemeister der Vorsaison übernommen hat, will sich allerdings nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen: „Ich würde uns nicht als Topfavoriten bezeichnen. Aber wir wehren uns nicht gegen diese Rolle, zumal wir viel Qualität in der Mannschaft haben. Aber gerade wenn wir als Favorit in die Spiele gehen, werden sich viele Gegner tief hinten rein stellen. Geschenkt bekommen wir also nichts.“

Wirkliche Titelambitionen sind auch aus den Lagern der Konkurrenz nicht zu hören. Oben mitspielen – das können sich Teams wie der FC Oeding, Union Wessum, Fortuna Gronau, der VfB Alstätte oder auch der ASC Schöppingen durchaus vorstellen. In der Rolle eines Titelkandidaten scheint sich aber keiner wohlzufühlen.

Geht man nach dem Ausgang der Vorsaison, dann sind es tatsächlich die Vredener, die Oedinger, die Alstätter und die Wessumer, die die Ränge hinter Meister Wüllen einnahmen – und ihre Teams zur neuen Saison nominell eher verbessert als verschlechtert haben. Spektakuläre Neuverpflichtungen aus höheren Spielklassen hat es im Sommer in der gesamten Liga kaum gegeben.

Zu mehr imstande

Lediglich die SpVgg Vreden II mit Yuzuru Okuyama aus der Westfalenliga-Elf hatte einen solchen zu vermelden. Die junge SpVgg-Garde, letztes Jahr Neunter, sollte das Zeug haben, in dieser Saison weiter oben zu landen. Gleiches gilt für den SC Südlohn, der mit Jörg Krüchting einen wichtigen Mann von Bezirksliga-Meister SG Borken zurückgeholt hat und zu mehr imstande sein dürfte als dem zehnten Platz der Vorsaison. Zumindest lassen gute Resultate in der Vorbereitung – der SC blieb komplett ungeschlagen – darauf schließen. Einen Platz im Verfolgerfeld würde sich auch der FC Ottenstein wünschen. In Richtung Tabellenmittelfeld möchte sich der ASV Ellewick genauso orientieren wie die Teams, die zuletzt gegen den Abstieg gekämpft haben: SF Ammeloe, GW Lünten oder auch der SV Heek.

Auch Aufsteiger Eintracht Ahaus II will gar nicht erst in die Gefahrenzone geraten, wie Trainer Frank Wegener sagt: „Unser erstes Ziel ist es, schnell die Klasse zu sichern. Wir wollen aber auch den ein oder anderen Gegner von oben ärgern.“ Sein Kollege von Mitaufsteiger Vorwärts Epe II, Ahmet Durmaz, backt da kleinere Brötchen: „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt.“

 

Die Titelfavoriten der A1-Trainer:

1. FC Vreden           43,8 % 2. FC Oeding           18,8 % 3. VfB Alstätte         18,8 % 4. Union Wessum     12,5 % 5. Fortuna Gronau      0,3 % 6. ASC Schöppingen   0,3 %

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