FLVW nährt Hoffnung auf weitere Aufsteiger

mlzFußball

Viele Mannschaften profitieren schon jetzt von der geplanten Aufstiegsregelung im westfälischen Verband. Auch Teams, die bislang auf der Strecke geblieben sind, dürfen noch hoffen.

Kreis

, 03.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am kommenden Dienstag soll das Saisonende in allen westfälischen Ligen besiegelt werden. Der Verbandstag des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dem Vorschlag der Ständigen Konferenz folgen und den Saisonabbruch beschließen. Ohne Absteiger, dafür mit mehr Aufsteigern als ursprünglich geplant.

Dadurch, dass aktuelle Tabellenführer (ermittelt durch die Quotientenregelung) sowie Herbstmeister eine Klasse hochrücken dürfen, profitieren bereits viele Mannschaften von der Regelung. Doch auch für Teams, die weder Herbstmeister noch aktueller Spitzenreiter sind, gibt es noch Hoffnung.

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Zum Beispiel für die Zweitplatzierten der Landesligen. Möglich macht das der mittlerweile offiziell bestätigte Rückzug des SC Roland sowie des SV Spexard aus der Westfalenliga 1. Weil in dieser Staffel mit Victoria Clarholz und der SpVgg Vreden auch zwei Teams aufsteigen dürfen, blieben nur noch 11 von 15 Teams übrig. In Staffel 2 sind es ohne Aufsteiger SG Finnentrop/Bahmenohl noch 16 Teams. Also insgesamt 27.

Ein freier Platz in der Westfalenliga

Zu diesen 27 verbleibenden Westfalenligisten gesellen sich die Spitzenreiter der vier Landesligastaffeln. Macht insgesamt 31 Mannschaften. Die Sollstärke für die beiden Westfalenligen liegt aber bei 32. Laut der Auf- und Abstiegsregelung des FLVW soll diese Zahl immer erreicht werden. Daran ändert auch die spezielle Situation in der Coronakrise grundsätzlich nichts, wie Manfred Schnieders, Vizepräsident des Verbands, auf Nachfrage bestätigt: „Es ist unser Ziel, die Sollstärke in allen Spielklassen zu erfüllen.“

Schnieders gibt zu bedenken: „Dafür müssen wir natürlich erst einmal wissen, welche Mannschaften dabei sind. Weitere Abmeldungen sind ja noch möglich.“ Stand jetzt wäre aber mindestens ein freier Platz in der Westfalenliga zu vergeben. Gesetzt den Fall, der Verband würde hier den besten Zweitplatzierten aller vier Staffeln anhand des Quotienten aufsteigen lassen, wäre das die SpVg Hagen aus der Staffel 2.

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Um die Sollstärke in der Landesliga zu erfüllen, würden weitere Aufsteiger aus den Bezirksligen benötigt. Denn nachdem der Verband zur Saison 2020/21 mit fünf statt bisher vier Staffeln an den Start gehen will, wären 80 Mannschaften nötig, um auf die Sollstärke von 16 Teams je Staffel zu kommen.

Bis zu fünf weitere Landesliga-Aufsteiger möglich

Aus den aktuellen Landesligen würden nach jetzigem Stand abzüglich der vier Meister 58 Mannschaften übrig bleiben. Hinzu kämen 18 Aufsteiger aus den 12 Bezirksligen. Blieben 76 Teams minus eventuell zusätzliche Westfalenliga-Aufsteiger. Bis zu fünf Bezirksligisten dürften sich demnach noch Hoffnung machen, in die Landesliga nachzurücken.

Manfred Schnieders bestätigte, dass dieses Szenario denkbar ist. Ins Detail gehen, wer diese Nachrücker sein könnten, wollte er aber nicht. Fakt ist: Die Bezirksliga-Staffeln 3, 5, 6, 7, 10 und 12 schicken bereits jetzt je zwei Teams in die Landesliga, zum Teil stehen die aber nicht auf den ersten beiden Plätzen. Ob dann grundsätzlich nur Tabellenzweite oder möglicherweise die besten Teams anhand der Quotientenregel, also auch Tabellendritte, aufsteigen dürften, wäre noch zu klären.

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