Fünf Tore übertünchen alles

Westfalenliga-Fußball in Stadtlohn

STADTLOHN Eine eher wenig überzeugende fußballerische Vorstellung gewinnt dann an Glanz, wenn die Torausbeute stimmt: Fußball-Westfalenligist SuS Stadtlohn sorgte gestern im Heimspiel gegen den SV Mesum für fünf funkelnde Momente, während die Gäste ihr Können nur ein einziges Mal aufblitzen ließen.

von Von Bernhard Mathmann

, 15.11.2009, 19:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Die Torschützen des SuS Stadtlohn jubeln: Andre Hippers, Rainer Hackenfort und Jakob Fischer (v. l.). <p></p> </p>

<p>Die Torschützen des SuS Stadtlohn jubeln: Andre Hippers, Rainer Hackenfort und Jakob Fischer (v. l.). <p></p> </p>

An diesem Sieg gab es gar nichts zu rütteln: Souverän und dominant präsentierte sich der SuS seinen Zuschauern - spielerisch aber ließ er viele Fragen unbeantwortet. Etwa die nach dem geradlinigen, schnellen Spiel, das er noch vor Wochenfrist in Dornberg gezeigt hatte. SuS-Trainer Frank Bajorath suchte nach Erklärungen - fand sie aber nicht.

Wie dem auch sei: Der 5:1 (3:0)-Sieg übertüncht die Unzulänglichkeiten im Spiel des SuS komplett. Dagegen blieben die Gäste aus Mesum in allen Belangen blass. Selbst gegen eine Gastgeberelf, die im ersten Durchgang nur ganze fünf torreife Szenen produzierte, fand das Team aus dem Tabellenkeller kein Gegenmittel. Und so hatte Jakob Fischer nach nur zwei Minuten leichtes Spiel, um auf Vorlage von Rainer Hackenfort zum 1:0 auszuholen. Hackenfort wurde auch als Vorbereiter zum 2:0 notiert, das Mario Beeke per Kopf nach 17 Minuten erzielte. André Hippers (37.) und Hackenfort mit einem Freistoß (41.) fanden ihr Ziel (noch) nicht. Unmittelbar vor der Pause jedoch bugsierte Hackenfort das Leder per Kopf über die Linie - 3:0.

Und nach dem Seitenwechsel holte Hippers zum 4:0 aus (51.). Der Torhunger des SuS aber war damit noch nicht gestillt: Jakob Fischer nahm in der 66. Minute genau Maß und zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze seitlich über die SV-Mauer hinweg genau in den oberen linken Torwinkel - 5:0. Dem eingewechselten Erdem Cosar gelang der Ehrentreffer der schwachen Gästeelf (68.).

22 Minuten lang wurde das Leder danach von beiden Seiten wenig leidenschaftlich und schon gar nicht zielstrebig gespielt: Der Schiedsrichter hatte mit beiden Seiten ein Einsehen und pfiff pünktlich ab.

In zwei kommenden Auswärtsspielen (in Rheine und in Rhynern) muss der SuS auch spielerische Mittel abrufen, um zu bestehen.

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