Fusion geplant: In der Oberliga bahnt sich eine neue Großmacht an

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Zwei Oberligisten sind in Fusionsgesprächen. Kommen die Klubs zusammen, hat die Liga in der kommenden Spielzeit möglicherweise einen großen Favoriten.

Vreden

, 09.10.2020, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Samir Habibovic ist ein Freund von Fusionen. „So kannst du schnell nach oben kommen. Weil zwei Vereine ihre Kräfte zusammen bündeln“, sagt der Sportliche Leiter des Oberligisten ASC 09 Dortmund. Auch Frank Bajorath von der SpVgg Vreden ist der Meinung, dass die Stärken zweier Klubs sich durchaus sinnvoll ergänzen können.

Vielleicht treffen beide ja mit ihren Klubs in der kommenden Oberliga-Spielzeit auf einen Fusionsklub. Wie die Siegener Zeitung berichtet, planen die Siegener Wirtschaftsgrößen Manfred Utsch und Christoph Thoma ein Flagschiff für das Siegerland. Utsch ist Mäzen und Ehrenpräsident bei den Sportfreunden Siegen. Thoma ist Geldgeber des 1. FC Kaan-Marienborn.

Es soll ein Konzept geben

Laut der Siegener Zeitung soll es schon ein konkretes Konzept geben, das beinhaltet, dass die Sportfreunde Siegen und Kaan-Marienborn fusionieren. Die erste Mannschaft soll in eine Spielbetriebs-GmbH ausgegliedert werden. Es wäre der Versuch, Siegen wieder auf die Fußballlandkarte zu hieven. Die Sportfreunde spielten in der Saison 2005/06 in der 2. Bundesliga.

„Kommt es zu der Fusion, wäre der neue Klub eine Macht in der Oberliga. Wenn zwei Mäzene von diesem Kaliber zusammenarbeiten würden, bedeutet das, dass sie sehr schnell nach oben wollen“, sagt Habibovic. Für ihn gehört ein Klub wie die Sportfreunde Siegen einfach in die Regionalliga. „Die Rahmenbedingungen sind da top. Alleine das Stadion schon“, sagt Habibovic.

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Das sieht Frank Bajorath ähnlich: „Siegen bringt natürlich das Pfund der starken Jugendabteilung mit, Kaan-Marienborn vielleicht den finanziellen Faktor. Das könnte sportlich schon interessant für beide Vereine werden. Dass sowwas klappen kann, dafür hat es ja in der Vergangenheit genügend Beispiele gegeben, zum Beispiel den SC Paderborn.“

Geldgeber machen ernst

Und die beiden Geldgeber machen ernst. „Nur in Gemeinschaft mit Kaan-Marienborn sehe ich eine Zukunft für den Fußball im Siegerland und wäre ich bereit, diesen zu unterstützen“, sagte Utsch der Siegener Zeitung.

Die Vredener beträfe eine solche Fusion natürlich nur am Rande, wie Frank Bajorath sagt: „Für uns hieße das, dass eine Mannschaft weniger absteigt. Das wäre natürlich nicht schlecht.“

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