Das Spieljahr 2019 ist für die meisten A-Ligisten Geschichte. Wir werfen einen Blick zurück und geben eine Prognose für die Restsaison. Los geht‘s mit der oberen Tabellenhälfte.

Kreis

, 10.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Drei Nachholspiele sind für das kommende Wochenende noch angesetzt. Doch auch so ist es an der Zeit für ein Zwischenfazit. Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit den Mannschaften aus dem Gebiet der Münsterland Zeitung auf den Plätzen 1 bis 8.


SV Heek: Platz 1, 18 Spiele 44 Punkte, 49:12 Tore

So lief es bisher: Als Titelfavorit in die Saison gegangen, wurde der HSV gleich zu Beginn mit der Niederlage bei Fortuna Gronau geerdet. Danach folgte aber eine lange Serie von zehn Siegen. So führen die Heeker seit dem neunten Spieltag die Tabelle an, stellen die beste Defensive der Liga und neben dem FC Vreden auch den besten Angriff und blicken in der Winterpause auf einen Sechs-Punkte-Vorsprung vor Union Wessum.
Das sagt Spielertrainer Rainer Hackenfort: „Rückblickend war die Niederlage zum Auftakt vielleicht sogar hilfreich um zu merken, dass wir in dieser Liga jede Woche unsere komplette Qualität abrufen müssen. Erfreulich war, dass die Mannschaft in den vergangenen Woche auch Spiele gewonnen hat, die knapp verliefen und in denen wichtige Spieler gefehlt haben.“
MLZ-Prognose: Die Heeker werden sicher auch im neuen Jahr mal ein Spiel verlieren, aber am Ende nicht mehr eingeholt und somit Meister werden.

Union Wessum: Platz 2, 18 Spiele, 38 Punkte, 42:24 Tore
So lief es bisher: In der Mitte der Hinserie noch im grauen Mittelfeld der Tabelle, haben die Wessumer zu einer Serie angesetzt und sieben ihrer letzten acht Spiele gewonnen. Während Union beim Spitzenreiter in Heek mit 1:6 unter die Räder kam, gelang zuletzt im Verfolgerduell mit dem ASV Ellewick ein 5:1-Sieg. Höhepunkt der Hinrunde wear sicher das 10:2 gegen Eintracht Ahaus II.
Das sagt Spielertrainer Jan Temme: „Wenn man als Zweiter in den Winter geht, muss man grundsätzlich zufrieden sein. Am Anfang haben wir eine Weile gebraucht, um uns zu finden, und konnten auch den Ausfall unseres Kapitäns Thomas Buddendick nicht auffangen. Aber die Niederlage in Heek war ein Wendepunkt, danach sind wir enger zusammengerückt und haben eine super Serie gestartet.“
MLZ-Prognose: Union wird bis zum Schluss in der Spitzengruppe dabei bleiben und die Saison unter den Top 3 beenden.


ASV Ellewick: Platz 3, 17 Spiele, 35 Punkte, 42:30 Tore
So lief es bisher: Fast schon unheimlich stark starteten die Ellewicker mit sieben Siegen in die Saison und standen lange Zeit ganz oben in der Tabelle. Zwei Niederlagen in den letzten beiden Partien in Schöppingen und Wessum und kosteten den ASV eine bessere Ausgangslage für die Winterpause. Die Männer vom Waldstadion haben sämtliche Vredener Derbys gewonnen und mit dem 5:0 in Südlohn ihren höchsten Sieg gefeiert. Tiefpunkt war die 0:6-Schlappe bei Kellerkind FC Epe II.
Das sagt Trainer Jochen Kloster: „Auch wenn wir hier und da Punkte liegen gelassen haben, haben wir schon mehr erreicht, als ich vor der Saison erwartet hätte, und auch im Kreispokal super Spiele gezeigt. Auch wenn es in den letzten Wochen eine berg- und Talfahrt war, sind wir immer noch gut im Geschäft.“
MLZ-Prognose: Für ganz oben wird es nicht mehr reichen und auch die Punktzahl der Hinserie zu wiederholen, dürfte schwierig werden. Doch unter den Top Fünf sollte der ASV ins Ziel einlaufen.

Halbjahres-Bilanz, Teil I: Heeker Jubel und Vredener Aufholjagd

Lange an der Tabellenspitze standen Pascal Gewers (M.) und der ASV Ellewick. © Sascha Keirat

SuS Stadtlohn II: Platz 4, 18 Spiele, 35 Punkte, 38:29 Tore
So lief es bisher: Nach den ersten fünf Partien noch im unteren Tabellendrittel, haben sich die Blau-Weißen Stück für Stück nach oben gearbeitet und zählen jetzt zur Spitzengruppe. Ohne Unterstützung aus der ersten Mannschaft holten die Stadtlohner vor allem auf dem heimischen Kunstrasen jede Menge Punkte (21). Hätte sich das Team Pleiten wie die in Lünten (0:8) oder bei Eintracht Ahaus II (2:3) erspart, wäre es Spitzenreiter Heek, wo der SuS einen Punkt holte, noch näher auf den Fersen.
Das sagt Trainer Franz-Josef Becking: „Unser Ziel, unter die ersten Fünf zu kommen, haben wir bislang erreicht. Gegen Mannschaften wie Wessum oder Ellewick waren wir klar besser, haben aber leider nicht gewonnen. Trotzdem wollen wir in der Rückrunde oben dran bleiben, da ist noch nichts entschieden.“
MLZ-Prognose: In Vreden, Schöppingen oder auch Wessum warten noch schwere Auswärtsspiele gegen direkte Konkurrenten. Doch der SuS hat das Zeug, die aktuelle Platzierung zu verteidigen.

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FC Vreden: Platz 5, 18 Spiele, 34 Punkte, 49:33 Tore

So lief es bisher: Der Katastrophen-Start mit sechs Niederlagen aus sieben Spielen hing dem FC lange nach, ansonsten würde er jetzt wohl dick im Titelrennen mitmischen. In den vergangenen Wochen sammelte das Team vom Freibadstadion reichlich Punkte (28 aus 11 Spielen) und besiegte auch die Spitzenteams aus Heek und Wessum. Außerdem stellt der FC neben dem SV Heek die beste Offensive und mit Marcel Terbrack den besten Torschützen der Liga (18 Treffer). Lediglich der Ausrutscher gegen Schlusslicht DJK Stadtlohn trübte zuletzt das Bild.
Das sagt Trainer Hendrik Sahlmer: „Es war abzusehen, dass wir am Anfang Schwierigkeiten bekommen würden, weil einige Spieler, wie die Barenborg-Brüder, noch nicht fit waren. Dann hat uns die Verletztenmisere aber noch deutlich stärker erwischt. Nachdem die Leistungsträger peu à peu zurück kamen, ging es bergauf und wir haben auch guten Fußball gespielt. So können wir insgesamt zufrieden mit der Hinrunde sein.“
MLZ-Prognose: Der FC wird sich im neuen Jahr nicht noch mal so eine Durststrecke erlauben wie zu Saisonbeginn. Der Rückstand auf Spitzenreiter Heek ist mit zehn Zählern schon zu groß, aber die Vredener werden unter den ersten Dreien ins Ziel kommen.

Halbjahres-Bilanz, Teil I: Heeker Jubel und Vredener Aufholjagd

Marcel Terbrack (r.), aktuell Führender der Torjägerliste, hat mit dem FC Vreden das Feld von hinten aufgeräumt. © Johannes Kratz

FC Oeding: Platz 7, 18 Spiele, 25 Punkte, 37:31 Tore
So lief es bisher:
Ziemlich unberechenbar kamen die Oeding in den ersten 18 Partien daher. Ein Sieg und ein Remis gegen Spitzenreiter Heek (in Pokal und Meisterschaft) oder auch ein 5:3-Erfolg gegen den FC Vreden wechselten sich mit Pleiten wie die gegen Vorwärts Epe (1:4) oder Unentschieden gegen Teams aus dem Tabellenkeller ab. Immer, wenn die Chance bestand, in die Spitzengruppe vorzustoßen, ließ der FC sie ungenutzt. So steht er jetzt im Niemandsland der Tabelle.
Das sagt Spielertrainer Jeroen van der Veen: Nach sechs, sieben Spieltagen hätte ich noch gedacht, dass wir an die oberen Plätze rankommen könnten. Mit unserem Kader sehe ich uns eigentlich auch auf Augenhöhe mit den Plätzen zwei bis fünf. Aber insgesamt haben wir zu viele Punkte liegen gelassen.“
MLZ-Prognose: Der FC ist sowohl von den Spitzenrängen als auch der Abstiegszone zu weit entfernt. Er wird die Saison in Ruhe zu Ende spielen und sie auf einem einstelligen Platz beenden.

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