Hinrunden-Zeugnis für SpVgg und Eintracht: Klassenbester und Wackelschüler

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Die Hinserie in der Westfalen- und Landesliga ist Geschichte. Wir bewerten die bisherigen Leistungen der SpVgg Vreden und von Eintracht Ahaus und lassen auch die Trainer Noten verteilen.

Kreis

, 19.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Teams aus der Region haben am kommenden Wochenende Pause, ehe Anfang Dezember schon die ersten Rückrundenspiele anstehen. Was die SpVgg Vreden in der Westfalen- und Eintracht Ahaus in der Landesliga bislang geleistet haben, bewerten wir im Hinrunden-Zeugnis.

Westfalenliga

SpVgg Vreden: Platz 1, 14 Spiele, 27 Punkte, 30:16 Tore

Die Spielvereinigung steht nach erfolgreicher Hinserie ganz oben, ist sozusagen der Klassenbeste. Das trifft auf die Punktausbeute zweifellos zu. Jedoch haben die Vredener die extrem ausgeglichene Staffel nicht etwa im Alleingang dominiert, sondern sind einer von bislang schon fünf Spitzenreitern neben Borussia Emsdetten, dem SC Delbrück, SC Roland und TuS Hiltrup.

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So mancher SpVgg-Zuschauer sah nach dem ersten Spieltag schon schwarz, als die SpVgg mit einer 1:4-Heimpleite gegen den TuS Hiltrup in die Saison gestartet war. Nach den ersten Siegen – darunter eine 6:1-Gala gegen den FC Gievenbeck – folgte im September ein kleiner Hänger, zuletzt aber arbeitete sich die Mannschaft um Trainer Rob Reekers mit sieben Spielen ohne Niederlage ganz nach oben.

Das Team, in der Vorsaison als Elfter ins Ziel gekommen, hat sich mittlerweile gut eingespielt und zeigt ansehnlichen Fußball, mit dem sich die Zuschauer identifizieren können, auch wegen der vielen „Vredener Jungs“ im Kader. Die Chancenverwertung ist sicherlich noch ein Manko, sodass der ein oder andere Punkt verloren ging. Machen die Vredener so weiter wie in den vergangenen Wochen, ist der große Wurf, der erstmalige Aufstieg in die Oberliga, durchaus möglich.

Hinrunden-Zeugnis für SpVgg und Eintracht: Klassenbester und Wackelschüler

Gut Lachen hat Rob Reekers nach der Hinserie: Seine SpVgg führt die Tabelle an. © Sascha Keirat

Das sagt Trainer Rob Reekers: „Ich denke, nach unserem Fehlstart haben wir ziemlich gut die Kurve gekriegt und uns jetzt oben festgesetzt. Natürlich hat die Herbstmeisterschaft keinen Wert, aber die Punkte nimmt uns keiner mehr. Wir hatten Glück, dass sich bisher nur wenige Spieler verletzt haben, fast alle sind fit und gut drauf. Aber zufrieden sein ist gefährlich, es gibt immer was zu verbessern. Wir können zum Beispiel bei unseren Torchancen noch zielstrebiger werden.“

SpVgg-Note von Rob Reekers: 2 / SpVgg-Note MLZ: 2+

Hinrunden-Zeugnis für SpVgg und Eintracht: Klassenbester und Wackelschüler

© Grafik Martin Klose

Landesliga

Eintracht Ahaus: Platz 10, 14 Spiele, 16 Punkte, 29:31 Tore

Die Ahauser hatten die Messlatte mit ihrer starken Vorsaison durchaus hoch gelegt. Mit dem neuen Trainer Frank Wegener startete das Team vielversprechend mit zwei Siegen in die neue Spielzeit. Es folgte eine Berg- und Talfahrt der Ahauser Wackelschüler unter anderem mit einer verspielten 4:0-Führung gegen den SV Dorsten-Hardt (Endstand 4:4) sowie zwischenzeitlich vier Niederlagen am Stück.

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Zuletzt aber zeigte die Kurve wieder nach oben. Die Auftritte gegen die jeweiligen Tabellenführer Werner SC (4:1) und zuletzt Westfalia Kinderhaus (1:1) stimmen positiv für den Rückrundenstart. Doch die Ahauser sind gewarnt, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt aktuell nur drei Punkte. Grundsätzlich ist das Team aber definitiv in der Lage, einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu erreichen.

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Licht und Schatten hat Trainer Frank Wegener bei seiner Eintracht gesehen. © Sascha Keirat

Das sagt Trainer Frank Wegener: „Wir sind uns einig, dass 16 Punkte zu wenig sind und wollen definitiv eine bessere Rückserie spielen. Man darf nicht vergessen, dass wir Verletzungspech hatten, zum Beispiel in der Abwehr mit Tobias Hemling, David Farwick und Till Beckers, und uns nie richtig einspielen konnten. Das entschuldigt die Punktausbeute aber nicht, uns fehlte insgesamt einfach auch die Konstanz.“

Eintracht-Note von Frank Wegener: 3- / Eintracht-Note MLZ: 4+

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© Grafik Martin Klose

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