Klubchef Kappenstiel zu Ahauser Abgängen: „Bitter, aber nachvollziehbar“

mlzFußball-Landesliga

Schon mehrere Leistungsträger der Ahauser Eintracht haben ihren Abgang verkündet. Wir haben beim Vorsitzenden in Sachen Kaderplanung nachgefragt.

Ahaus

, 07.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der spielende Co-Trainer Christopher Ransmann wechselt nach Ochtrup, Kai Erning zum FC Vreden und Top-Torschütze Maximilian Hinkelmann zur SpVgg Vreden. Und das sind nicht die einzigen Abgänge bei Landesligist Eintracht Ahaus. Wir haben mit Klubchef Stefan Kappenstiel gesprochen.

Die Nachrichten von Eintracht-Abgängen häufen sich. Warum erklären so viele Spieler in so kurzer Zeit ihren Weggang?
Wir hatten ja in den letzten vier, fünf Jahren das Glück, dass unser Kader immer im Kern zusammengeblieben ist. Jetzt kommen natürlich einige Abgänge zur gleichen Zeit, für uns zwar bitter, aber auch nachvollziehbar ist: Kai und Chris haben in den letzten Jahren teils herausragende Leistungen gebracht und sind jetzt in einem Alter, wo sie für andere Vereine als Spielertrainer interessant sind. Dass sie die Chance nutzen wollen, ist verständlich. Genauso, dass Maxi sich nach rund 80 Toren in den letzten Jahren für uns jetzt mal in einer höheren Liga probieren will.

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Stimmt es, dass Lennart Varwick auch zum Saisonende in Ahaus aufhört?
Ja, das ist leider so. Er wird berufsbedingt nach Düsseldorf ziehen, da kann er nicht mehr in Ahaus Fußball spielen.

Was bedeutet das alles für die Kaderplanung zur kommenden Saison?
Es wird natürlich im Sommer einen Umbruch bei uns geben. Aber wir sind mittendrin, die Gespräche mit unseren Spielern zu führen, und warten noch auf die ein oder andere Zusage.

Nun sind es ja nicht irgendwelche Spieler, die gehen. Sind die adäquat zu ersetzen?
Das wird natürlich nicht einfach, aber wir werden unser Bestes dafür tun.

Klubchef Kappenstiel zu Ahauser Abgängen: „Bitter, aber nachvollziehbar“

Stefan Kappenstiel © Johannes Kratz

Wer ist eigentlich für die Gespräche mit den Spielern zuständig, nachdem es in dieser Saison keinen Sportlichen Leiter mehr gibt?
Leider hat ja Klaus Antonin das Amt zum Ende der vergangenen Saison aufgegeben. Es wäre vielleicht etwas einfacher mit einem Sportlichen Leiter, aber jetzt führen ich und vor allem Frank Wegener, der ja sehr gut vernetzt ist, die Gespräche.

Aktuell liegt die Mannschaft vier Punkte vor der Abstiegszone. Wie bewerten Sie das Abschneiden und was erwarten Sie sich für die Rückrunden?
Viele machen ja den Fehler, die Hinrunde mit der Rückrunde der letzten Saison zu vergleichen, wo es überragend gut lief. Aber wir haben mit Andre Hippers, Koray Arslan und Thorben Stratmann auch wichtige Spieler abgegeben und hatten diese Saison schon viele Verletzte zu beklagen. Sicher könnten wir den ein oder anderen Punkt mehr haben, aber alles in allem bin ich absolut zufrieden und gehe davon aus, dass wir die Klasse sportlich halten werden.

Heimspiel gegen Mesum am SamstagI

hr letztes Spiel in diesem Jahr bestreitet die Eintracht bereits am heutigen Samstag. Ab 16 Uhr stellt sich der Tabellenzweite SV Mesum in der Augenklinik Ahaus Arena vor. Trainer Frank Wegener erwartet einen spielstarken, ambitionierten Gegner. Das Hinspiel gewann Ahaus mit 3:1, für Samstag beklagt die Eintracht aber mehrere Ausfälle, unter anderem Torwart Christian Teriet, Esad Dayan und Christopher Ransmann. Frank Wegener: „Wir wollen im letzten Spiel des Jahres trotzdem noch mal alles raushauen und für einen versöhnlichen Abschluss sorgen.“
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