Nach acht Jahren Eintracht: Co-Trainer Ransmann verkündet Abschied zum Saisonende

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Eintrachts Co-Trainer Christopher Ransmann wird zur kommenden Saison die Hauptverantwortung beim Heimatverein FSV Ochtrup antreten. Mit Ahaus geht er nun ins nächste wichtige Heimspiel.

Ahaus

, 08.11.2019, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine intensive Woche liegt hinter der Ahauser Eintracht: Am Sonntag stoppte der Landesligist zumindest vorerst die sportliche Talfahrt gegen den Spitzenreiter aus Werne, unter der Woche verkündete Co-Trainer Christopher Ransmann dann, dass er ab dem 1. Juli 2020 eine neue Aufgabe antreten wird. Der 27-Jährige wird Spielertrainer beim FSV Ochtrup. Der Steinfurter A-Ligist präsentierte ihn im Gespann mit Jannik Holtmann (FC Epe) als Doppelspitze zur kommenden Spielzeit.

Die Entscheidung fiel eher spontan, berichtet Ransmann: „Geplant was das nicht, aber die Anfrage war natürlich hochinteressant. Ich wohne zwar in Ahaus, bin aber natürlich ein Ochtruper Junge, habe bei der damaligen Arminia in der Jugend und ein Jahr bei den Senioren gespielt, bevor ich nach Ahaus gewechselt bin. Beim Heimatverein die erste hauptverantwortliche Trainerstelle anzutreten, ist natürlich ein Risiko, aber die Chancen überwiegen für mich.“

Ambitionierter Heimatverein

In Ochtrup entwickele sich auf und neben dem Platz einiges, mittelfristig peile man beim FSV – die Fußballabteilung hatte sich vor einigen Jahren vom Gesamtverein Arminia abgespalten - wieder höhere Ziele an.

„Der Zeitpunkt ist natürlich nicht der günstigste, ich hätte aber auch in einer Erfolgsphase so entschieden. Ich denke, nach acht Jahren in Ahaus ist es auch mal Zeit für eine Veränderung. Wichtig war es mir immer, mit offenen Karten zu spielen.“

"Hätten ihn gerne behalten"

Und so unterrichtete Ransmann am Montag den Vorsitzenden Stefan Kappenstiel und Trainer Frank Wegener von seiner Entscheidung. „Wir hätten ihn gerne behalten und das haben wir Christopher auch mitgeteilt. Andererseits können wir die Entscheidung nachvollziehen – gerade nach so vielen Jahren. Ich bin ja selbst auch irgendwann Spielertrainer geworden – auch wenn ich ein wenig älter gewesen bin“, erklärte Kappenstiel auf Nachfrage.

Gemeinsam mit Frank Wegener habe man nun Planungsgewissheit und die nötige Zeit, einige Gedankenspiele für die künftige Ausrichtung durchzuspielen: „Wir befinden uns mitten in Gesprächen und werden Vollzug vermelden, wenn es etwas zu vermelden gibt.“

Anspannung weiter spürbar

Für Frank Wegener ist es nicht verwunderlich, dass Spieler der Mannschaft, die zum Teil seit Jahren zusammenspielen, im Fokus anderer Vereine stehen: „Das müssen wir akzeptieren. Es ist eine neue Aufgabe, der wir uns stellen müssen und werden. Es ist auch eine Chance.“

Fokussiert habe man sich nach dem Sieg gegen Werne auf das nächste Heimspiel am Sonntag ab 14.30 Uhr gegen Westfalia Gemen vorbereitet: „Das wird eine komplett andere Aufgabe. Gemen ist spielstark, da müssen wir dagegenhalten.“

Hemling zurück im Kader

Die Anspannung habe man trotz des Erfolges bewusst hochgehalten: „Der Sieg war wichtig, die Lage bleibt aber angespannt. Wir tun gut daran, jetzt nachzulegen.“ Dass mit Tobias Hemling ein wichtiger Eckpfeiler im Gefüge in den Kader zurückkehre, stimme ihn sehr positiv.

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