Peter Ellermann zurück beim SC Südlohn: „Das ist ein reiner Freundschaftsdienst“

mlzFußball-Kreisliga A

Nach der Trennung von Trainer Carsten Potthoff hat der SC Südlohn direkt einen Nachfolger bis Saisonende präsentiert. Peter Ellermann (69) erklärt, warum er sich noch mal zur Verfügung stellt.

Südlohn

, 04.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch am Sonntag stand Peter Ellermann als neutraler Zuschauer beim Derby zwischen SC Südlohn und FC Oeding am Spielfeldrand. Dass er zwei Tage später gefragt werden würde, ob er noch mal als Trainer beim SC einspringen könnte, „damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, erklärt Ellermann im Gespräch mit der Münsterland Zeitung am Mittwoch.

Eigentlich sollte das Intermezzo beim Bezirksligisten RC Borken-Hoxfeld, wo Ellermann bis März 2018 tätig war, seine letzte Station gewesen sein. Doch nun kommt es doch anders. „Ich hatte vorher tatsächlich auch schon eine andere Anfrage, die ich aber abgelehnt habe“, erklärt der Raesfelder.

Ellermann will bis Saisonende 100 Prozent geben

„Unter den vielen Vereinen, die ich schon trainiert habe, gibt es nur zwei, für die ich das tun würde: SV Gescher und SC Südlohn, wo ich neun beziehungsweise fünf tolle Jahre hatte.“ Für ihn sei es Ehrensache, dem Klub in dieser Situation zu helfen, „ein reiner Freundschaftsdienst, dass ich mich in meinem Alter noch mal bei Schnee und Regen da hinstelle“. Er werde bis Saisonende 100 Prozent für den Verein geben.

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Ellermann, der bereits von 2011 bis 2016 im Roncallistadion tätig war, erlebte mit den Südlohnern eine sehr erfolgreiche Zeit mit zwei Vizemeisterschaften und dem Titelgewinn in der A-Liga 2015. Den Sprung in die Bezirksliga verpasste das Team seinerzeit aber in der Aufstiegsrunde.

„Hochkarätiger, erfahrener Fachmann“

Aktuell sind noch viele Spieler aus dieser Zeit beim SC aktiv. „Allein am Sonntag gegen Oeding waren sieben Spieler dabei, die ich damals noch trainiert habe“, so Ellermann. „Deshalb ist das jetzt für mich auch kein Sprung ins kalte Wasser.“ Ellermann stellt dabei klar, dass er seinen spielenden Co-Trainer Jörg Krüchting als gleichberechtigten Partner sieht.

Die Südlohner Verantwortlichen freuen sich über die Zusage Ellermanns bis Saisonende. Geschäftsführer Tobias Sicking bezeichnet ihn als hochkarätigen und erfahrenen Fußballfachmann sowie eine „SC-Ikone“. Auch viele Spieler seien begeistert von der Rückkehr ihres früheren Coaches. Bis Saisonende werde der Klub nun in Ruhe einen Nachfolger suchen.

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