Marvin Hakvoort vor Gastspiel in Theesen: „Die Kirmes müssen wir 90 Minuten ausblenden“

mlzFußball-Westfalenliga

Marvin Hakvoort von der SpVgg spricht im Interview über sein erstes Westfalenliga-Tor, seine persönliche Entwicklung bei den Blau-Gelben und die Zielsetzung für das Kirmes-Wochenende.

Vreden

, 30.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Doppelten Grund zur Freude hatte am vergangenen Spieltag Marvin Hakvoort. Zum einen landete er mit der SpVgg Vreden den ersten Sieg in der Westfalenliga-Saison. Zum anderen gelang dem 21-Jährigen beim 2:0 über Roland Beckum sein erster Treffer im 69. Spiel für die Erstvertretung der SpVgg. Vor dem Duell beim VfL Theesen am Freitag (18 Uhr in Bielefeld) haben wir mit dem Vredener Eigengewächs gesprochen.

Warum hat es bis zum 69. Spiel gedauert, bis Sie einen Treffer erzielt haben?
Das hat zwei Gründe: Auf meiner Position als Sechser kann man zwar schon Tore schießen, aber ich habe nicht so den Offensivdrang, sichere lieber in der Defensive ab und organisiere. Ich kann mich auch an wenig Torchancen in den letzten Jahren erinnern. Zum anderen muss ich auch sagen, dass der Torschuss einfach nicht zu meinen Stärken zählt. Auch bei dem Tor am letzten Samstag saß eigentlich nicht besonders viel hinter dem Schuss.

Mit 21 Jahren bestreiten Sie am Freitag voraussichtlich Ihr 70. Westfalenligaspiel. Mit der Entwicklung können Sie nur zufrieden sein, oder?
Ich bin super zufrieden. Ich habe hier so viel gelernt, anfangs bei Marcus Feldkamp, jetzt bei Rob Reekers. Ich durfte ja schon in meinem letzten Jahr als A-Junior bei der Ersten mitspielen und denke, dass ich mich seitdem ganz gut entwickle. Mit meinen Einsatzzeiten bin ich zufrieden und spiele einfach gern hier – es passt im Umfeld und in der Mannschaft.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Einsatz bei der ersten Mannschaft erinnern?
Ja, auf jeden Fall. Das war im Herbst 2015. Wir haben 3:0 gegen YEG Hassel gewonnen, ich durfte die letzten zehn Minuten spielen – auf Linksaußen – und habe sogar noch drei Ballkontakte oder so gehabt. Im darauffolgenden Frühjahr wurde ich dann zusammen mit Hendrik Brügging in die Erste hochgezogen, wo es gerade viele Verletzte gab.

In Ihren drei Spielzeiten mit der SpVgg haben Sie zweimal um den Aufstieg gespielt, vergangene Saison gegen den Abstieg. Was ist in dieser Saison drin?
Meiner Meinung nach können wir oben mitspielen. Wir haben letzte Saison schon eine gute Rückrunde gespielt und uns im Sommer noch mal gut verstärkt. Ich denke, dieses Jahr sind wir weiter als letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt. Da hatten wir einen neuen Trainer, sehr viele neue Spieler und es hat halt gedauert, bis wir uns gefunden haben.

Jetzt lesen

Wie sehen Sie Ihre Rolle in der Mannschaft als junger, aber schon erfahrener Spieler?
Schwierige Frage. Ein Führungsspieler bin ich sicherlich noch nicht, da gibt es einige andere Leute, die schon deutlich erfahrener sind. Ich denke, ich bin ein ganz normaler Teil der Mannschaft, der versucht, seine Leistung zu bringen.

Welche Ziele verfolgen Sie noch im Fußball?
Ich lasse es auf mich zukommen. Mal aufzusteigen und in der Oberliga zu spielen, das wäre schon ein Traum und ein Ziel von mir.

Sie haben es 2016 mit einem Fußball-Stipendium in den USA versucht. Woran ist das gescheitert?
Es hat in vielen Bereichen nicht gepasst, zum einen fußballerisch, zum anderen akademisch. Da musste ich schon nach knapp zwei Monaten die Reißleine ziehen. Ich bereue es aber nicht, das damals versucht zu haben. Jetzt studiere ich seit zwei Jahren Maschinenbau in Enschede und bin sehr zufrieden damit – auch dass ich dadurch weiterhin in Vreden Fußball spielen kann.

Wegen der Vredener Kirmes geht es schon am Freitag nach Theesen. Was erwarten Sie vom Spiel – und von der Kirmes?
Das wird ein schwieriges Spiel. Theesen hat eine starke Rückserie gespielt und letzte Saison haben wir da 3:4 verloren. Die Kirmes müssen wir für die 90 Minuten ausblenden. Am Samstag werden wir dann mit der ganzen Mannschaft über die Kirmes gehen – und das macht natürlich deutlich mehr Spaß, wenn man das mit einem Sieg im Rücken, oder dann sogar zweien am Stück machen kann.

Ohne Bolat und Hartmann nach Theesen

  • Ihren ersten Saisonsieg hat die SpVgg eingefahren, am Freitag beim VfL Theesen wollen die Blau-Gelben nachlegen. Trainer Rob Rekers hofft, dass seine Elf in Sachen Laufbereitschaft und Aggressivität da weitermacht, wo sie in den letzten beiden Partie (1:1 in Rödinghausen und 2:0 gegen Roland) aufgehört hat.
  • In Theesen erwartet der Trainer einen Gegner, „der gut besetzt ist und in der vergangenen Saison keine richtigen Schwachstellen hatte. Ich denke, das wird auch jetzt so sein“.
  • Die Vredener treten die Reise nach Bielefeld am Freitag schon um 14.15 Uhr an, ehe um 18 Uhr der Ball rollt. Nicht mitfahren können neben den Langzeitverletzten auch Stephan Hartmann (Urlaub) und Cihan Bolat (privat verhindert). Nico Ostenkötter ist wieder fit.
Lesen Sie jetzt