Fußballkreis Ahaus/Coesfeld will Maskenpflicht auf allen Sportplätzen

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Im benachbarten Fußballkreis Unna/Hamm liegt der Spielbetrieb coronabedingt wieder brach. Auch wenn die Lage in Ahaus/Coesfeld noch nicht so dramatisch aussieht, sorgen sich die Verantwortlichen.

Kreis

, 14.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Wochenende ging alles ganz schnell: Der politische Kreis Unna gab am Freitag bekannt, dass Kontaktsport ab Sonntag (11. Oktober) wieder untersagt ist. Der Fußballkreis Unna/Hamm musste schnell reagieren und hat jetzt den kompletten Spielbetrieb erst einmal ausgesetzt. Für den angrenzenden Fußballkreis Ahaus/Coesfeld kommen die Einschläge also näher. Aus diesem Grund setzten die Mitglieder des Kreisfußball-Ausschusses (KFA) für Dienstagabend (13. Oktober) kurzfristig eine Videokonferenz an.

„Die Zahlen in den Kreisen Coesfeld und Borken sind zwar noch lange nicht so hoch wie in Unna und Hamm, aber wir wollen nicht erst reagieren, wenn es bei uns schon zu spät sein sollte“, so der Kreisvorsitzende Willy Westphal im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Die Verantwortlichen im Fußballkreis wollen ihre Möglichkeiten ausnutzen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

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So will der Fußballkreis all seinen Vereinen empfehlen, künftig bei allen Veranstaltungen auf einer Sportanlage eine Maskenpflicht für Zuschauer einzuführen. „Und zwar nicht nur, wenn man sich auf der Anlage bewegt, sondern auch am Platz, über die vollen 90 Minuten“, so Willy Westphal. „Bislang war ein Fußballspiel noch nie Auslöser einer Infektionskette. Und das wollen wir auch so halten.“

„Faktor Mensch nicht berücksichtigt“

Der Kreisvorsitzende betont zwar, dass alle Vereine in seinem Zuständigkeitsbereich gute Regelungen und Hygienemaßnahmen getroffen hätten. „Dabei ist aber ein Faktor nicht berücksichtigt: der Mensch, der sich leider oft nicht an die Vorschriften hält, was das Tragen einer Maske oder die Einhaltung des Mindestabstands betrifft.“

Der Kreisvorsitzende Willy Westhal

Der Kreisvorsitzende Willy Westhal © Michael Schley

Der Kreis besitze zwar nicht die Kompetenz, eine solche Regelung bindend zu verordnen, appelliere aber an die Mithilfe der Klubs. „Bei einigen Vereinen besteht eine solche Maskenpflicht schon jetzt“, so Westphal mit Blick auf beispielsweise GW Nottuln.

Zudem haben die KFA-Mitglieder darüber diskutiert, die Ansetzung von Spielen im Zwei-Stunden-Takt zu unterbinden. Westphal: „Es geht nicht, dass auf einer Anlage um 11, 13 und 15 Uhr Spiele beginnen, da kommt es zwangsläufig zu zu vielen Begegnungen. Bei Ansetzungen um 10, 13 und 16 Uhr beispielsweise wäre ausreichend Zeit.“

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Spielabsagen wegen Coronaverdachts habe es übrigens im gesamten Fußballkreis bislang „um die 20“ gegeben, wie Willy Westphal überschlägt. Bestätigte Corona-Infektionen hingegen nur zwei (bei BW Lavesum und TSV Ahaus).

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